Wirtschaftswachstum
Unter Wirtschaftswachstum versteht man die relative Änderung des Bruttoinlandsproduktes einer Volkswirtschaft von einer Periode zur nächsten. Man unterscheidet zwischen realem und nominalem Wirtschaftswachstum. Im nominalen Wirtschaftswachstum ist die im betrachteten Zeitraum vorherrschende Preissteigerung, sowie die eigentliche Produktivitätssteigerung und Wertschöpfung enthalten. Das reale Wirtschaftswachstum stellt das inflationsbereinigte nominale Wirtschaftswachstum dar. Die reale Herangehensweise ist insofern aussagekräftiger, da sie die Preissteigerungen vernachlässigt, die beim nominalen Wirtschaftswachstum ebenso zu Wachstumssteigerung führen.Das Wirtschaftswachstum unterliegt aufgrund seiner Wichtigkeit dem StWG ("Stabilitäts- und Wachstumsgesetz").
Es gibt Unterschiede in der Berechnung des Wirtschaftswachstums im europäischen und US-amerikanischen Raum, weshalb die Werte nicht direkt miteinander verglichen werden können.
Der Kapitalismus unterliegt einem Wirtschaftswachstumszwang. Ohne ständiges Wirtschaftswachstum kommt es zu Wirtschaftskrisen. Der Möglichkeit eines ewigen Wachstums widersprach zum Beispiel der Club of Rome in seiner Analyse der "Grenzen des Wachstums".
Kritiker des unbedingten Wirtschaftswachstums im Kapitalismus verweisen auf den zerstörerischen Einfluss der Wirtschaft auf die Umwelt.






