Wilhelm Busch
Für den gleichnamigen Pfarrer und christlichen Schriftsteller siehe Wilhelm Busch (Pfarrer).
Wilhelm Busch (15. April 1832 in Wiedensahl (bei Hannover) - 9. Januar 1908 in Mechtshausen) war der Verfasser von satirischen Bildergeschichten mit Versen wie "Max und Moritz" oder "Die fromme Helene".
Als Wilhelm 9 Jahre alt war, übergaben ihn die Eltern an Pfarrer Georg Kleine, der sich der Erziehung des Jungen annahm. Beim Privatunterricht von Kleine lernte er Erich Bachmann kennen, ein Freund, den er auch im hohen Alter regelmäßig besuchte.
Mit 19 Jahren begann er auf Wunsch des Vaters mit einem Maschinenbaustudium, das er jedoch schon 1851 abbrach. Sein Interesse galt vielmehr der Malerei, weswegen er auf der Kunstakademie in Düsseldorf, in Antwerpen und zuletzt in München studierte. Allerdings hielt seine Kunst seiner eigenen und offenbar auch der öffentlichen Kritik nicht stand, weswegen er sich zum Broterweb auf die Ausführung von Karikaturen verlegte.
1854 trat er dem Kunstverein „Jung München“ bei. Die Rechte für sein berühmtestes Werk "Max und Moritz", 1865 erschienen, verkaufte er als Student für 1700 Goldmark oder 1000 Gulden an seinen Verleger Kaspar Braun, der damit ein Vermögen machte. Erst im hohen Alter erhielt Busch einen Ausgleich von 20.000 Goldmark, die er jedoch umgehend für einen wohltätigen Zweck spendete.
1964 fertigte er das Werk „Der Heilige Antonius von Padua“ an, das jedoch wegen eines Verbotes erst 6 Jahre später erschien. Bis 1884 erschienen einige seiner berühmtesten Geschichten, wie beispielsweise „Fipps der Affe“ oder „Die fromme Helene“
1872 zog Busch wieder nach Wiedensahl, von wo er häufig zu Auslandsreisen u.a. nach Italien und die Niederlande aufbrach. 1898 zog er zu seinem Neffen, der in Mechtshausen im Harz wohnte. Dort starb Wilhelm Busch im Alter von 76 Jahren.
Neben seinen bekannten Werken malte Busch auch etwas mehr als 1000 Ölbilder, die er jedoch Zeit seines Lebens zurückhielt und die erst nach seinem Tode veröffentlicht wurden.






