Wildschwein
| Wildschwein | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz für ein Bild | ||||||||||||||
| Wissenschaftliche Klassifikation | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Sus scrofa |
Aussehen
Im Vergleich zum bekannten Hausschwein ist das Wildschwein hochläufig, hat lange Beine. Der Körper wirkt gedrungen. Das Wildschwein hat eine auffällig starkes Gebiss. Der Kopf ist beim männlichen Stück eher dreieckig, beim weiblichen Stück eher länglich. Die Bezeichnung in der Jägersprache "Schwarzwild" sagt etwas über das dunkle, grauschwarze "Fell", die Schwarte, mit rauhen Haaren aus. Während weibliche Wildschweine ausgewachsen zwischen 60 und 80 kg wiegen, können die männlichen Stücke Gewichte von bis zu 150 kg selbst in Deutschland erreichen.
Verbreitung
Das Wildschwein ist ein in ganz Eurasien sowie in der Südasiatischen Inselwelt weit verbreitetes Wildtier. Es wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu Jagdzwecken in den USA eingebürgert, wo es sich zum Teil mit verwilderten Hauschweinen vermischt hat, die seit Anfang des 16. Jahrhundert im Südwesten der USA leben (vor allem in Texas).
Sozialstruktur
Es lebt in Rotten mehrerer Bachen mit ihren Frischlingen. Die Keiler leben einzeln und treffen nur in der Paarungszeit mit den Rotten zusammen.

Ernährung
Wildschweine sind Allesfresser. Bei der Nahrungssuche durchwühlen sie den Boden nach essbaren Wurzelnn und Pilzen. Sie benutzen regelmäßig eine Suhle für die Fellpflege und gegen Parasitenbefall. Dabei fressen sie auch Wasserpflanzen, bevorzugt den Kalmus.
Wildschweine verursachen einen erheblichen Wildschaden auf landwirtschaftlichen Flächen.
Verhalten
Die Tiere sind, als Folge der Beunruhigung durch Menschen, auch durch den so genannten Jagddruck, nachtaktiv. Vor allem in der Dämmerung beenden sie ihre Ruhe und verlassen zur Nahrungssuche ihr Versteck.
Obwohl sie dem Menschen normalerweise ausweichen, sind sie jedoch äußerst wehrhaft und können in Notsituationen sehr aggressiv sein und Menschen erheblichen Schaden zufügen. Besonders angriffslustig sind Bachen mit Frischlingen, so die Bache eine Gefahr für ihre Frischlinge vermutet.
Population
In den vergangenen Jahren kam es zu einer starken Steigerung der Wildschweinbestände in Deutschland. Die Veränderungen in der Landwirtschaft, insbeondere der verstärkte Anbau von Mais, aber auch durch die vergleichsweisen milden Winden, werden als Gründe genannt. Die Vermehrung der Bestände wird vor allem an der Zunahme der Jagdstrecken gemessen. So wurden in den vergangenen drei Jahren erstmals jeweils mehr als 500.000 Wildschweine in Deutschland zur Strecke gebracht.
Die Anpassungsfähigkeit an die Lebensverhältnisse hat dazu geführt, dass z.B. in Berlin Wildschweine in bestimmten Stadtteilen Schäden in Gärten anrichten und auf Straßen Mülleimer nach Essensresten untersuchen.
Literatur
Heck, Lutz: Die Wildsauen. Verlag Paul Parey, 1980







