Weihrauch
Der Begriff Weihrauch bezeichnet1. ein körniges getrocknetes Harz, das von altersher als aromatisches Räuchermittel in Gebrauch ist. Es entwickelt beim Verbrennen einen aromatisch duftenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen (z.B. der katholischen und orthodoxen Kirche) bei Kulthandlungen verwendet. Das Harz wird vom Weihrauchbaum gewonnen, einer Gattung der Familie der Balsambaumgewächse. Der Baum wächst in Trockengebieten Afrikas (Äthiopien, Eritrea, Sudan) und Arabiens. Hauptabnehmer ist die Parfümindustrie.
2. den Rauch, der sich beim Verbrennen von Weihrauch entwickelt.
In der katholischen Liturgie wird Weihrauch v.a. in der Messe und in der Vesper verwendet. Der Altar und die eucharistischen Gaben, das Evangelienbuch, der Priester und alle Gläubigen, auch die Osterkerze und die Weihnachtskrippe u.a. werden mit Weihrauch verehrt. Er ist dabei das Zeichen der göttlichen Gegenwart und der aufsteigenden Gebete der Gläubigen.
Historisch geht die Verwendung von Weihrauch auf den orientalischen und römischen Herrscherkult zurück. Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen - als Zeichen der Huldigung, aber auch zur Verdrängung des Kloakengestanks.






