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Webstuhl

Ein Webstuhl ist ein Gerät zur mechanischen Fertigung von Textilien aus Garn.

Geschichte

1733 erfand John Kay den Schnellschützen, der die Geschwindigkeit des Webens verdoppelte. Somit war eine große Garnnot entstanden. Diese Not wurde 1764 mit der von James Hargreaves erfunden Spinning Jenny beendet, die zunächst mit 8 und später mit 16 Spindelnfäden spann.

1769 begann die fabrikmäßige Garnproduktion durch die Waterframe – eine mit Wasser angetriebene Spinnmaschine. 1774 brachte die Mule eine Verbesserung der Garnqualität, seit 1830 hatte eine Mule bis zu 1000 Spindeln.

1830 folgte die Selfaktorenspinnmaschine. Die Ringspindelmaschine brachte ein kontinuierliches, voll mechanisiertes Spinnverfahren.

1745 erfand Vaucanson eine Webmaschine, die durch ein Pferd oder einen Esel in einem Göpel betrieben werden konnte und für Muster mit einer Nockenwalze arbeitete.

1785 erfand Edmond Cartwright den mechanische Webstuhl. Da diese Technik sehr viele Arbeitsplätze vernichtete, kam es zu Maschinenstürmereien und Zerschlagung der Webstühle.

1805 erfand der aus einer Weberfamilie stammende Franzose Joseph-Marie Jacquard den lochkartengesteuerten Jacquard-Webstuhl, der auf der Webmaschine von Vaucanson beruht. Dieser automatisierte den Webvorgang vollständig. Das Muster wurde auf Lochkarten in binärer Form gedruckt. Diese Form brachte die Möglichkeit individuelle kunsthandwerkliche Gestaltung durch technisch perfekte Muster mit sich.

Siehe auch: Webmaschine




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