Vulgata
Die Vulgata (v. lat.: vulgus gewöhnliches Volk, Volkssprache, im Unterschied zum kunstvollen Cicero-Latein) ist der lateinische Bibeltext, der die unbrauchbar gewordene Vetus Latina abgelöst hat. Unter Papst Damasus I begann Hieronymus 383 eine Revision der schon vorhandenen neutestamentlichen Texte und wandte sich ab 390 der Übersetzung des Alten Testaments - nicht wie üblich aus der Septuaginta, sondern - aus dem hebräischen Urtext zu.Das Konzil von Trient erklärte 1546 die Vulgata für authentisch und veranlasste die Vorbereitung einer offiziellen Ausgabe.
Sixtus V veranlasste jedoch 1590 die Herausgabe der Sixtina, welche nach seinem Tod eingezogen und 1592 durch die von Clemens VIII betriebene Sixto-Clementina ersetzt wurde.
1889 begann man mit der Herausgabe einer kritischen Oxforder Ausgabe.
Pius X beauftragte 1907 den Benediktinerorden mit einer kritischen Edition.
1979 erschien eine mit Hilfe der modernen Methoden der Textkritik erarbeitete Neuedition der Vulgata auf Grundlage der Originaltexte der Bibel, die Nova Vulgata. Die Erstellung einer solchen Neuedition war ein Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils.






