Vim
Vim ("Vi - IMproved") ist ein weiterentwickelter vi-ähnlicher Texteditor.Einige der wesentlichen Erweiterungen:
- Blockoperationen und Blockmarkierungen
- unbegrenztes Undo (Rückgängigmachen von Befehlen)
- Interne Scriptsprache (zum Einbinden eigener Funktionen)
- Syntax-Highlighting
- Optionale grafische Oberfläche in verschiedenen Ausprägungen (GTK, Motif, ...)
- Verfügbarkeit für viele Nicht-Unix-Betriebssysteme, z. B. Windows, MacOS, AmigaOS, DOS
- Mit dem so genannten Fold-Feature kann man mit dem VIM seit der Version 6.0 Textteile zusammenfalten und momentan uninteressante Bereiche ausblenden. Siehe dazu auch Dokumentation zu Folding.
Vim und vi benötigen eine nicht unbedeutende Einarbeitungszeit, auch, da sich die Bedienung vollkommen von allen üblichen Editoren unterscheidet. Hat man jedoch einige Zeit damit gearbeitet, legt man auch eine überdurchschnittliche Produktivität an den Tag, da die Bedienung sehr konsistent ist und man nicht dauernd von der Tastatur auf die Maus wechseln muss. Gerade für Programmierer eignet sich der Editor wegen vieler ausgefeilter Funktionen in diesem Gebiet und der hohen Konfigurierbarkeit gut. Auch zum Bearbeiten von Konfigurationsdateien oder zum techen ist Vim gut geeignet. Für Gelegenheitsbenutzer (wegen des hohen Lernaufwandes) und als Textverarbeitung (wegen fehlender Formatierungsmöglichkeiten) ist er jedoch nicht besonders gut geeignet.
Vim steht unter einer GPL-kompatiblen 'Charityware'-Lizenz (charity, engl.: Nächstenliebe). Das bedeutet, dass Vim frei verteilt werden darf, jedoch erbitten die Entwickler bei Gefallen eine Spende für Kinder in Uganda durch das ICCF.
Vim wird von Bram Moolenaar und vielen Freiwilligen entwickelt.

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