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Trojanischer Krieg

Der Trojanische Krieg ist ein zentrales Ereignis in der griechischen Mythologie. Homers Ilias schildert entscheidende Kriegsszenen während der Belagerung der Stadt Troja durch das Heer der Griechen, die in der Ilias Achaier genannt werden.

Im griechischen Altertum wurde die Ilias als geschichtlicher Bericht verstanden, und der Krieg auf das 12. oder 13. vorchristliche Jahrhundert datiert; die Stadt Troja selbst habe bei den Dardanellen gelegen. Heinrich Schliemann begann 1871 mit Ausgrabungen am Hügel Hissarlik im Nordwesten der heutigen Türkei, und identifizierte die dort von ihm gefundenen Ruinen als das Homerische Troja.

Die Existenz eines historischen Troja, und damit auch der damit verbundenen Ereignisse, wird in der Geschichtsforschung jedoch bezweifelt. Vielmehr wird heute angenommen, dass der Trojanische Krieg eine Synthese verschiedener Auseinandersetzungen zwischen Griechenland und seinen Nachbarn um die Kontrolle der Dardanellen darstellt. Inhaltliche Hinweise datieren die Ereignisse auf die Bronzezeit oder die Zeit Mykenes .

		

Table of contents
1 Übersicht
2 Der Trojanische Krieg
3 Bearbeitungen des Themas
4 Wichtige Kriegsteilnehmer

Übersicht

Auslöser des Trojanischen Krieges war die Entführung der Helena, Gattin des Melenaos, durch Paris, den Sohn des trojanischen Königs Priamos. Daraufhin zogen die vereinten Griechen gegen Troja, um die Schmach zu rächen.

Auf Rat des Odysseus bauten die Griechen ein großes hölzernes Pferd, in dem sich die tapfersten Krieger versteckten. Die Schiffe täuschten die Abfahrt vor. Die Trojaner holten, entgegen den Warnungen der Kassandra, das Pferd in die Stadt. In der Nacht kletterten die Griechen aus ihrem Versteck, öffneten die Tore und konnten so die Trojaner überwinden. Aus dieser Begebenheit heraus entstand der bis heute aktuelle Begriff des Trojanischen Pferdes.

Der Trojanische Krieg

Neben Homers Ilias und Odyssee (die Ereignisse am Ende des Trojanischen Krieges enthält) finden sich weitere antike griechische Quellen, die Homers Darstellung ergänzen.

Vorspiel: Der Apfel des Paris

Die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite waren zusammen mit den übrigen olymischen Göttern zur (erzwungenen) Hochzeit des Peleus mit der Thetis eingeladen. Eris, die Göttin der Zwietracht, war allerdings nicht eingeladen worden. Diese daraufhin einen goldenen Apfel in die Runde, mit der Inschrift Kallisti (für die Schönste), und löste damit einen Streit zwischen Hera, Athene und Aphrodite aus.

Zum Schlichter wurde Paris, der Prinz von Troja, berufen. Alle drei Göttinnen versuchten den Preis durch Bestechung zu erlangen: Hera versprach politische Macht und Dominanz in Asien, Athene Weisheit und Kriegskunst. Aphrodite jedoch las Paris Wünsche am klarsten, indem sie ihm die schönste Frau auf Erden, Helena, Frau des Menelaos von Sparta, versprach, und dadurch den Apfel des Paris gewann.

Bevor Helena die Gattin des Menelaos geworden war, hatte sie viele Bewerber gehabt. Um nach ihrer Wahl den Frieden in Griechenland sicherzustellen, hatte Odysseus vorgeschlagen, dass alle Bewerber einen Eid ablegen sollten, die Ehe Helenas zu verteidigen. Als Helena nun von Paris entfürt wurde (manche Versionen sprechen davon, das Helena sich in Paris verliebt habe und ihm freiwillig gefolgt sei), zogen die Eidpflichtigen gegen Troja.

Episoden des Kriegszuges

Agamemnon und Iphigenie

Artemis bestrafte Agamemnon, nachdem er einen heiligen Hirsch in einem heiligen Hain erjagd hatte, und sich der Göttin überlegen rühmte. Sie verhinderte die Weiterfahrt von Agamemnos Flotte nach Troja bei Aulis, indem sie eine Windstille bewirkte. Das Orakel Calchis weissagte, dass Agamemnon seine Tochter Iphigenie der Göttin zur Sühne opfern müsse, um die Fahrt fortsetzen zu können.

Einige Versionen der Geschichte bestätigen, dass er seine Tochter opferte, andere berichten, dass ein Hirsch geopfert worden sei, und Iphigenie sei auf di Krim gebracht worden, um dort der Artemis zu dienen. Nach Hesiod wurde Iphigenie die Göttin Hekate.

Orakelsprüche

Die Griechen nahmen Helenus, einen Propheten und Sohn des Priamos, gefangen. Sie folterten ihn, bis er ihnen die Bedingungen für die Eroberung Trojas verriet. Helenus nannte als Voraussetzungen, die Griechen müßten

Ein anderes Orakel hatte von den Griechen verlangt, die Gebeine des Pelops zu bringen, um den Krieg zu gewinnen.

Die Voraussage eines weiteren Orakels, dass der erste Grieche, der von den Schiffen an Land gehe, auch als erster umkommen werde, wurde durch Protesilaus, den Anführer der Phylacier, erfüllt.

Philoctetes

Philoctetes war Herakles Freund und bekam Herakles Pfeile und Bogen, weil er dessen Scheiterhaufen entzündete, als sich sonst niemand dazu bereitfand.

Er fuhr auf Seiten der Greichen mit sieben Schiffen gen Troja. Auf Chryse wurde er bei einem Zwischenstopp von einer Schlange gebissen, und musste aufgrund der nicht heilenden Wunde auf Lemnos zurückbleiben. Medon übernahm das Kommando über Philoctetes Mannen; letzterer blieb 10 Jahre land alleine zurück.

Als Helenus, der Sohn des Priamos, unter Folter gestand, dass die Griechen nur siegen würden, wenn sie Herakles Pfeile und Bogen auf ihrer Seite hätten, holten Odysseus und Neptolemus diese von Lemnos.

Philoctetes Wunde wurde von Machaon oder Äsculap geheilt; er besiegte danach Paris.

Achilles nimmt wieder am Krieg teil

Das Orakel Calchas hatte vorhergesagt, dass die Greichen ohne Teilname Archills nicht siegen würden. Thetis, Archills Mutter, wusste jedoch, dass Archill vor Troja fallen würde, und verbarg ihn deshalb als Frau verkleidet am Hof des Lycomedes in Scyros. Dort hatte er ein Verhältnis mit Deidamea, die den Neoptolemus gebar.

Odysseus, Ajax der Große und (in manchen Versionen) Phoenix entlarvten seine Verkleidung, indem sie als Händler verkleidet zum Hof kamen, und ihn erkanntem als er ihre feilgebotenen Waffen bewunderte. Eine andere Geschichte berichtet, er habe beim Schall einer Trompete einen Speer zur Verteidigung ergriffen, anstatt zu weichen.

Begleitet von seinem besten Freund Patroclus machte er sich daraufhin nach Troja auf den Weg.

Chryseis / Briseis

Achill hatte die Briseis entführt und zu seiner Konkubine gemacht. Als Agamemnon von einem Orakel gezwungen wurde, seine eroberte Bettgefährtin, Chryseis, aufzugeben, nahm er zum Ausgeich Briseis. Achilles schmollte daraufhin, und nahm vorerst nicht weiter am Krieg teil. (Diese Begebenheit ist Teil der Ilias.)

Achilles und Patroclus

Als Archill nicht mehr an den Kampfhandlungen teilnam, legte dessen Freund Patroclus Archills Rüstung an, und zog in den Krieg. Er wurde von Hektor im Zweikampf erschlagen, worauf dieser die Rüstung des Archills zur Beute nahm. Der erzürnte Archill, von seiner Mutter mit einer neuen Rüstung ausgestattet, trat zum Zweikampf mit Hektor an. (Letzterer war schon von Ajax verletzt worden.) Hektors Leichnahm schleifte Archill dreimal am Streitwagen angebunden um Troja, bevor er Priamos gestattete, seinem Sohn die letzten Ehren zu erweisen.

Achills Tod

Kurz nach Hektors Tod besiegte Archill noch Memnon aus Äthiopien, Cycnus aus Colonae und die Amazone Penthesilia (mit der er nach manchen Versionen eine Liebesbeziehung gehabt hatte). Kurz darauf wurde er von Paris getötet, entweder durch einen Pfeil in seine Ferse (Archillesferse), oder in einer älteren Version durch ein Messer, als er bei einem Waffenstillstand die trojanische Prinzessin Polyxena aufsuchte. Archilles bleibt im offenen Kampf unbesiegt, und kann nur durch Verrat umkommen.

Seine Gebeine werden mit denen des Pareoclus vereint, und genau wie Ajax hat er nach der Legende nach seinem Tode auf der Insel Leuke an der Donaumündung gelebt.

Achills Rüstung und der Tod Ajax des Großen

Nach Achills Tod stritten Odysseus und Ajax der Große um dessen Waffen und Rüstung. Odysseus gewann den ausgeschriebenen Wettkamps, und Ajax verfiel in eine Raserei, in der er Rinder (die er in seinem Wahn für Griechen hielt) erschlug; als er wieder zu Verstand kam, beging er Selbstmord.

Diomedes

Diomedes gelang es beinahe, Aeneas im Kampf zu töten; Aphrodite, Aeneas Mutter, rettete ihn jedoch. Diomedes verletzte Aphrodite, und sie floh auf den Olymp, wobei sie ihren Sohn fallen ließ. Aeneas was then eneveloped in a cloud by Apollo, who took him to Pergamos, a sacred spot in Troy. Artemis healed Aeneas there.

Später im Krieg befand sich Diomedes im Zweikampf mit Hector, als er Ares, den Gott des Krieges, auf Seiten der Trojaner kümpfend, erblickte. Diomedes forderte seine Soldaten zum geordneten Rückzug auf. Hera, die Mutter des Ares, sah Ares Einmischung, und erbat sich von Zeus die Erlaubnis, ihn vom Schlachtfeld zu vertreiben. Dann forderte sie Diomedes auf, Ares direkt anzugreifen. Seinen Speer lenkte sie ab, und verletzte Ares dadurch; dieser musste daraufhin das Kampfgeschehen verlassen, worauf die Trojaner zurückweichen mußten

Das trojanische Pferd

Die Belagerung der Griechen trat in das 10 Jahr, als Odysseus die kriegsentscheidende List ersann. Angeblich die Belagerung aufgebend, wurde ein riesiges Holzpferd zurückgelassen, in deren Inneren einige Griechen unter dem Kommando des Odysseus verborgen waren. Die Trojaner akzeptierten das Pferd als ein Geschenk an die Götter, und brachten es nach dem Abzug der Griechen in die Stadt. Nach der Feier der Trojaner über den vermeintlichen Sieg konnten die verborgenen Griechen nachts unbemerkt das Stadttor öffnen und die zurückgekehrten Armeen in die Stadt lassen. Troja wurde gebrandschatzt, und nur wenige ihrer Einwohner konnten entkommen.

Nach dem Krieg

Der Geist des Archill erschien den Überlebenden des Krieges, und verlangte, dass Polyxena den Göttern vor der Rückkehr geopfert werde. Diese Tat wurde von Neoptolemus ausgeführt.

Hekube wurde eine Sklavin des Achaea.

Lycaon wurde Sklave des Achill, und bei einem Fluchtversuch getötet.

Antenor, der Schwager des Priamos, wurde verschont, da er Helenas Rückgabe an die Griechen vertreten hatte.

Kassandra wurde von Ajax dem Kleineren vergewaltigt; sie wurde eine Konkubine Agamemnons.

Neoptolemus nahm Andromache and Helenus als Sklaven; später heiratete er Andromache.

Kreusa wurde bei der Flucht aus Troja getötet. Ihr Gatte Aeneas, gemeinsam mit seinem Herald Misenus, seinem Vater Anchises, dem Heiler Iapyx, dessen Frau Creusa, dem Sohn Anchises konnte entkommen. Nach langen Irrfahrten landete er schließlich an der italienischen Küste, wo seine Nachkommen Rom gründeten. Da Aeneas indirekt göttlicher Abstammung war, konnte sich auch das römische Reich dessen rühmen.

Bearbeitungen des Themas

Der Trojanische Krieg inspirierte eine Reihe von Werken. Neben Homers Ilias sind Die Troerinnen des Euripides, Troilus & Criseyde von Geoffrey Chaucer und Les Troyens von Hector Berlioz zu nennen.

Moderen Bearbeitungen stammen oft aus dem Bereich der Fantasy.

Wichtige Kriegsteilnehmer

Griechische Helden

Trojanische Helden

Götter auf Seiten der Griechen

Götter auf Seiten der Trojaner

Griechische Verbündete

Trojanische Verbündete

Weitere Beteiligte




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