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Trockenblume

Als Trockenblumen bezeichnet man Blumen, die als Immortellen vermöge ihrer trocknen Beschaffenheit nach dem Abschneiden ihre Form und Farbe bewahren, oder die durch ein künstliches Verfahren diese Eigenschaft mehr oder weniger bekommen. Die Immortellen werden noch etwas vor der vollkommensten Ausbildung geschnitten und, in Bündeln aufgehängt, im Schatten getrocknet und gefärbt.

Die schönsten Immortellen kamen um 1890 aus Frankreich, vom Kap und aus Australien. Wichtiger und interessanter waren die Fortschritte im Trocknen weicher Blumen, welches um 1850 Jahren die ersten Anfänge zeigte. Man trocknete Ende des 19. Jahrhunderts Rosen, Malven, Nelken, Astern, Veilchen etc. und band von allen diesen Blumen prachtvolle Sträuße, Kränze etc.

Die nicht immortellen Blumen wurden, wenn nötig, mit Säuren behandelt, damit sie ihre Farbe behalten oder trocken eine schönere bekommen. Die ihre Form leicht verlierenden Blumen trocknete man in Sand, welcher heiß mit Walrat und Stearin überzogen wurde.

[Dieser Artikel basiert hauptsächlich auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon von 1888.]

Literatur

Lebl, Zimmergärtnerei (Stuttg. 1878); Hein, Das Trocknen und Färben natürlicher Blumen und Gräser (Weim. 1875); Braunsdorf, Das Trocknen, Bleichen etc. natürlicher Blumen und Gräser (Wien 1888).




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