Tony Blair

Anfangs stand seine Politik sehr im Zeichen einer sozialen Reform des Landes "Neue Labour") und einer Öffnung gegenüber der EU.
Nach seiner Wiederwahl jedoch geriet Tony Blair, wie die Regierungschefs anderer europäischer Länder auch, sehr unter den Druck der internationalen Wirtschaftskrise. Hinzu kamen die von vielen Bürgern des Vereinigten Königreiches als unzureichend empfundenen Begründungen für den Irak-Krieg 2003, die ihm viele Sympathien in der Bevölkerung kosteten und mehrere seiner Minister dazu brachte, aus seinem Kabinett zurückzutreten.
Nach dem Tod des Waffenexperten und Berater der britischen Regierung David Kelly am 17. Juli 2003 werden die Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen und von der Opposition immer lauter. Für Ende Januar 2004 wird mit der Veröffentlichung des Schlußberichts des mit der Untersuchung der näheren Umstände des Todes betrauten Lordrichters Brian Hutton gerechnet, in der auch die Frage erörtert werden soll, ob Tony Blair die Order zur Preisgabe des Namens des Biowaffenexperten gab.
Am 2. August 2003 stellte Blair Clement Attlees Rekord als am längsten ununterbrochen regierender Labour-Premierminister ein.
In der Debatte um die Umwandlung des britischen Bildungssytems konnte Tony Blair am 26. Januar 2004 einen wichtigen Sieg verbuchen, als er gegen starke Widerstände einnerhalb seiner Partei die Erhöhrung der Studiengebühren durch die untere Kammer des britischen Parlamentes brachte.






