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Tod

Für den Tod als fiktive Figur siehe Sensenmann

Der Tod ist das Ende des Lebens. Er ist durch das unumkehrbare Erlöschen der körperlichen und der aktiven geistigen Existenz eines Lebewesens gekennzeichnet.

Table of contents
1 Todeszeichen
2 Häufige Todesursachen des Menschen
3 Biologische Gründe für den Tod
4 Recht
5 Ansichten über den Tod
6 Tod in der Literatur
7 Verwandte Themen
8 Zitate
9 Gliederung der Thanatologie
10 Bücher über das Sterben
11 Weblinks

Todeszeichen

Man kann den Tod in Zweifelsfällen (z.B. vor Organexplantationen) über den Hirntod definieren.

Im Allgemeinen reichen die sicheren Todeszeichen aus:

Keine sicheren Todeszeichen sind: Die genaue Grenze zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Je weiter weg man von der Grenze ist, desto klarer ist der Unterschied zwischen Leben und Tod. Je näher man an der Grenze ist desto unschärfer wird sie. So können Lebewesen, die bereits einen Herzstillstand hatten, manchmal erfolgreich wiederbelebt werden.

Häufige Todesursachen des Menschen

Statistik Statistisches Bundesamt

Biologische Gründe für den Tod

Die Ursache des natürlichen Tods (und auch schon der Alterung) wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der
Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergeben (die Nachkommen sind selbständig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe passieren, haben keine direkte Wirkung auf die Weitergabe des Erbgutes, also weder eine fördernde noch eine hemmende Wirkung. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind. Dazu zählen auch Erbkrankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter ausbrechen, wie z.B. die Nervenkrankheit Chorea huntington. Dieser "genetische Müll" letztendlich, so die Theorie, verursache den Alterstod. Dass der Alterstod nicht zwangsläufig sein muss, zeigen Experimente mit bestimmten Seegurken-Arten: Diese konnten über Jahrzehnte am Leben erhalten werden, ohne dass Alterungserscheinungen auftraten. Voraussetzung für die völlige Aussetzung der Selektion ist, dass es ein Alter gibt, ab dem eine Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Bei Lebewesen, die sich durch Knospung vermehren, ist dies oft nicht gegeben. Diese sollten also nach dieser Theorie potentiell unsterblich sein.

Zwei Faktoren können jedoch auch nach der Erbgutweitergabe einen Selektionsdruck auf Gene bewirken, die sich auf den Todeszeitpunkt auswirken: Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen, und ein Tod der Eltern während dieser Zeit verhindert das Fortbestehen des Erbgutes. Andererseits führt ein zu langes Weiterleben nach der Fortpflanzung zu höherem Druck für die Nachkommen wegen Platz- und Ressourcenmangel. Weiterhin führt zu langsamer Generationswechsel zur zu langsamen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und dient nicht der Arterhaltung. In dieser Hinsicht ist der Tod also nützlich und notwendig.

Recht

Im deutschen Recht gibt es keine gesetzliche Bestimmung zur Frage, wann der Tod eingetreten ist. Überwiegend wird der Hirntod als Todeszeitpunkt angenommen. Nach dem Transplantationsgesetz ist eine Organentnahme nur nach dem Hirntod erlaubt. Der genaue Todeszeitpunkt kann bei erbrechtlichen Fragen eine Rolle spielen. Mit dem Tod endet die Rechtsfähigkeit des Menschen.

Mit dem Transplantationsgesetz vom Dezember 2003 gilt in der Schweiz ein Mensch als tot, wenn die Funktionen seines Hirns einschliesslich des Hirnstamms irreversibel ausgefallen sind. Lebendspenden von Organen sind hier grundsätzlich erlaubt.

Ansichten über den Tod

Weiterleben nach dem Tode im übertragenen Sinne

Nur solange es Menschen gibt, gibt es also in diesem Sinne ein Weiterleben nach dem Tode.
Immanuel Kant hat wohl Ähnliches gemeint als er schrieb:

"Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird." (Für Kant erforderte allerdings das unbedingt geltende moralischen Gesetz notwendigerweise auch die Annahme der Unsterblichkeit der Seele.)

Tod in der Literatur

Oftmals wird der Tod in der Literatur personifiziert, Wolfgang Borchert "Draußen vor der Tür" oder Terry Pratchett "Gevatter Tod". In der Literatur wird er oftmals als Skelett mit Sense (Sensenmann) gezeigt; die Sense dient dazu die Seele vom Körper zu trennen.

Weitere Bezeichnungen für den Tod sind: Freund Hein, Gevatter Tod

Verwandte Themen

Zitate

Gliederung der Thanatologie

Bücher über das Sterben

Norbert Elias: Über die Einsamkeit der Sterbenden (1982, Suhrkamp Verlag). ISBN 3518017721 -- Ein leicht zu lesendes und lesenswertes Buch über das Sterben und den Tod.

Weblinks

simple:Death



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