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Titanic

Dieser Artikel behandelt das Schiff Titanic. Für weitere Bedeutungen des Begriffs "Titanic" siehe Titanic (Begriffsklärung).
Die RMS »Titanic« wurde am 31. März 1909 auf Kiel gelegt. Mit der Baunummer 401 war sie das zweite auf der Harland und Wolff Werft in Belfast (Nordirland)) für die White Star Line Company gebaute Schiff und gehört zur Olympic-Klasse. Die RMS Olympic hatte ihre Kiellegung 15 Wochen vorher. Der Stapellauf der »Titanic« war der 31. Mai 1911.

Sie war mit 269 m Länge, 28 m Breite, 56 m Höhe, 11 m Tiefgang, 3 Schrauben, 24-25 Knoten Höchstgeschwindigkeit, 18 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, 1178 Kapazität der Rettungsboote, Dreifach-Expansionsmachine mit 29 Kesseln, 3560 Schwimmwesten und 26000 Tonnen Eigengewicht das größte damalige Passagierschiff und konnte mit einer Besatzung von 885 Personen etwa 3300 Passagiere aufnehmen.

Der Geschäftsführer Alexander M. Carlisle von "Harland and Wolff" leitete die Konstruktion der Schiffe der Olympic-Klasse. Die »Titanic« kostete vollständig ausgerüstet etwa 1,5 Millionen Pfund oder umgerechnet etwa 7,5 Millionen Dollar nach dem damaligen Wert der Währungen.

Im Januar des Jahres 1911 wurden der "Titanic" die Funkbuchstaben "MGY" zugeteilt. Die Funktechnik war eine verhältsmäßig neue Kommunikationtechnik. Das Marconi-Funkgerät war mit Abstand das leistungsstärkste Gerät was zur Zeit zu haben war. Die garantierte Reichweite war 250 Meilen, unabhängig von den atmosphärischen Bedingungen. In Wirklichkeit betrug die Reichweite 400 Meilen, nachts konnte oft bis zu einer Entfernung von 2000 Meilen empfangen und gesendet werden.

Die Abkürzung RMS bedeutet »Royal Mail Steamer«, (Königlicher Postdampfer), mit Bezug auf die Tatsache, dass die »Titanic« auch Post über den Atlantik bringen sollte.

Die »Titanic« war zu ihrer Zeit ein Wunder der Technik, und wurde aufgrund ihrer 15 wasserdicht abschottbaren Abteilungen von der Presse als unsinkbar bezeichnet.

Table of contents
1 Die Jungfernfahrt
2 Konsequenzen
3 Neuere Erkenntnisse und Entwicklungen
4 Die »Titanic« in Literatur und Film
5 Weblinks

Die Jungfernfahrt

Die »Titanic« begann ihre Jungfernfahrt von Southampton nach New York am 10. April 1912 unter ihrem Kapitän Edward Smith.

Kollison mit dem Eisberg

Am 14. April 1912 um 23:40 kollidierte sie mit einem Eisberg, der einen etwa 20 Meter langen, dünnen Spalt auf der rechten Vorderseite aufriss, und die vorderen 5 der 16 Abteilungen flutete. Durch die ungleiche Belastung auf das Schiff (der Bug konnte keinen Auftrieb geben) entstanden weitere Risse, die zum späteren Zerbrechen des Schiffsrumpfes in zwei Teile beitrugen. Außerdem gelangte Wasser aus den leckgeschlagenen Abteilungen nach achtern, denn die Schotten gingen nicht über die gesamte Höhe des Schiffs, sodass die vollgelaufenen Abteilungen oben in die anderen Abteilungen überschwappten, und behinderte dadurch etwaige Rettungsversuche.

Der Untergang

Die »Titanic« sank um 2 Uhr 20 am folgenden Morgen auf der ungefähren Position 41´46´N, 50´ 14´W, und riss 1517 der 2222 Passagiere mit in den Tod, darunter bekannte Persönlichkeiten wie John Guggenheim, Isodore Strauss, John Jacob Astor IV und Charles Hays. Ein Besatzungsmitglied (Violet Jessop) überlebte nicht nur den Untergang der Titanic. Vorher hatte er schon einen Unfall auf der »Olympic« überlebt, später einen auf dem Schwesterschiff, der »Britannic«.

Konsequenzen

Der Schock, den der Untergang der als unsinkbar geltenden »Titanic« auslöste, führte zur »First International Conference on the Safety of Life at Sea« (...dt. ?...) am 12. November 1913 in London, England. Insgesamt wurden in Folge der Katastrophe die drahtlose Kommunikation verbessert, genügend Rettungsboote für alle Personen an Bord auf Passagierschiffen obligatorisch und Eisberge beobachtet.

Die Schuldfrage wurde im Verlauf der Untersuchungen immer wieder gestellt. Captain Lord, Kapitän der »Californian«, die um Hilfe angerufen war, wurde beschuldigt, nicht schnell genug gehandelt zu haben. Andererseits hat die "Titanic" auch erst sehr spät einen Hilferuf abgesetzt.

Neuere Erkenntnisse und Entwicklungen

Das Wrack der »Titanic« wurde 1985 von Robert Ballard in 3.800 m Tiefe entdeckt (41° 43' 55" N, 49° 56' 45" W) ungefähr 13,5 Meilen ostsüdöstlich ihrer angegebenen Position. Zwei große Schiffsteile sind auf dem Meeresboden von einem Trümmerfeld umgeben.

Untersuchungen des Wracks ergaben, dass das eigentliche Leck eine Gesamtfläche von etwa 2 m2 besaß. Man vermutet heute, dass bei geeignetem Training und Maßnahmen der Besatzung das Schiff nicht untergegangen wäre.

Das Leck war an der Nietnaht der Schiffsplatten entstanden. Man konnte einige Nieten bergen; Materialuntersuchungen ergaben, dass die Qualität der Nieten minderwertig war. Wenn das Schiff einwandfreie Nieten gehabt hätte, oder wenn die Vernietung 3-fach (anstatt 2-fach) ausgeführt worden wäre, hätte der Rumpf den Belastungen wahrscheinlich standgehalten.

Vor Gericht wird heute über die Rechte an den Wrackteilen gestritten. Einige von der "Titanic" geborgene Stücke sind im Seefahrtsmuseum in Greenwich, England ausgestellt.

Die »Titanic« in Literatur und Film

Viele Romane sind nach der Geschichte der Titanic geschrieben worden.

Daneben gab es eine Reihe von Verfilmungen:

Saved From the Titanic (1912) - IMDb: [[1]
Titanic (1943) - IMDb: [[1]
Titanic (1953) - IMDb: [[1]
A Night to Remember (1958)- IMDb: [[1]
S.O.S. Titanic, T.V. Movie (1979) - IMDb: [[1]
Raise the Titanic (1980) - IMDb: [[1]
Titanic, T.V. Mini Series (1996) - IMDb: [[1]
Titanic (1997) - IMDb: [[1]
Die heute bekannteste Verfilmung ist der Film Titanic von 1997 unter Regie von James Cameron mit Leonardo DiCaprio and Kate Winslet in den Hauptrollen.

Die Titanic-Geschichte wurde auch ein Broadway-Musical, das von 1998 bis 2000 lief.

Siehe auch: Katastrophen der Seefahrt

Weblinks

Vorschläge der Untersuchungskommision zur Verbesserung der Sicherheit



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