Tertullian
Tertullian (* um 160 † um 230) war ein bedeutender Kirchenvater. Er hieß eigentlich Quintus Septimius Florens. Sein Beiname Tertullian bedeutet in etwa: "Dreimal im Käfig". Tertullian wurde in Karthago (im heutigen Tunis) als Sohn eines römischen Offiziers geboren. Um 190 wurde er Christ und siedelte nach Rom über. Er studierte die klassischen Fächer (Grammatik, Jus, Rhethorik) und arbeitete als Rechtsanwalt. Viele seiner Schriften lesen sich auch wie ein Plädoyer entweder für oder wider. Zu seinen Werken zählen viele Streitschriften gegen die Juden, gegen die Gnosis (Valentinianer und Doketisten), Marcionisten, und andere Häresien aber auch für das Christentum vor heidnischem Publikum.Der "heidnischen" Philosophie (vor allem Platon und der Stoa) blieb er trotz aller Angriffe verpflichtet. In "De pallio" rechtfertigt er seine Gewohnheit, weiterhin den Philosophenmantel zu tragen.
Durch seinen scharfen, glänzenden Stil - er war der erste Kirchenvater, der auf Lateinisch schrieb) gilt er als der Vater des Kirchenlateins. Er prägte z.B. das Wort trinitas für die Dreifaltigkeit Gottes. Er beeinflusste nachhaltig spätere Kirchenväter, vor allem Cyprianus.
Sein asketischer Eifer führte dazu, dass er sich der rigorosen Sekte der Montanisten anschloss, um 210 sogar Anführer der Montanisten wurde. Eine Position, die er auch schriftlich vertreten hat. Fast alles, was wir von seinem Leben wissen, wissen wir von seinen eigenen Schriften.
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"certum est, quia impossibile" - Über die Auferstehung. ("Es ist sicher,
weil es unmöglich ist.") Daraus wurde später der oft zitierte Satz:
"credo quia absurdum" ("Ich glaube, weil es widersinnig ist")
Werke (Auswahl)
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