Täufer
Kurzwort für "Wiedertäufer" oder "Erwachsenentäufer", griech. auch Anabaptisten genannt, sind sie die Wurzeln der heutigen Baptisten, Hutterer, Mennoniten und der Amischen.Rest der Seite muss überarbeitet werden.
Geschichte: Bekannt durch münsterschen Täufer-Stadtstaat mit dem "König" Jan von Leiden. Radikale evangelische Kräfte, die die gemäßigte Reformation à la Martin Luther ablehnten, übernahmen 1534/35 die Stadt Münster, und gründeten dort ihr "Reich Zion".
Worauf der Bischof von Münster, Franz von Waldeck, seine eigene Stadt zu belagern begann. Nach anderthalb Jahren wurde Münster am 25. Juni 1535 eingenommen. Die betroffenen Täufer wurden für ihre Abtrünnigkeit grausam bestraft.
Ab 1520 breitete sich das Täufertum, zunächst unter dem Martin Luther nahe stehenden Theologen Thomas Müntzer aus, der sich zunehmend von Luther abwandte und im Deutschen Bauernkrieg 1525 hingerichtet wurde.
Auch ausgelöst durch die Vertreibung aus Zürich breiteten sie sich schnell in das Alpengebiet, nach Norddeutschland, in die heutigen Niederlande und nach Mähren aus.
Glaubensüberzeugungen/Charakteristika:
- Mißtrauen gegenüber Staat und Staatskirchentum
- starker Bezug auf die Sittlichkeitsgebote der Bergpredigt
- Friedensliebe / Erdulden von Unrecht und Gewalt (siehe auch: Amischen); das Täufertum in Münster repräsentierte dagegen eine radikal-fundamentalistische Minderheit mit militanter Gewalt.
- Glaube an prophetische Erleuchtungen ("inneres Licht"), daraus gewonnene Erfahrungen wurden z. T. über die Aussagen der Bibel gestellt
- Spättaufe mündiger Gläubiger / Ungültigkeit der Kindstaufe
- Heiligung des Leben






