Stechapfel

USDA-NRCS PLANTS Database
Britton, N.L. and A. Brown. 1913
Illustrated flora of the northern
states and Canada Vol. 3: 169
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| Table of contents |
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2 Verbreitung 3 Bedeutung, Geschichte, Kultur 4 Moderner therapeutischer Einsatz |
Der Stechapfel ist ein einjähriges buschiges Kraut mit einer langen, hellen Wurzel und zahlreichen Kapillarwurzeln.
Ab dem Frühjahr bildet er einen Stengel aus, der abhängig von den Wachstumsbedingungen zwischen 100 und 300 cm groß sein kann. Die weichen, dünnen und grob gebuchtet-gezähnten Blätter sind ca. handgroß, dunkelgrün an der Oberfläche und graugrün an der Unterseite.
Die Datura bildet Blüten vom Frühling bis zum Herbst aus, diese sind trompetenförmig, ca. 10 cm lang und öffnen sich erst zur Nacht, da sie hauptsächlich von Nachtfaltern besucht werden. Daturablüten sind (teilweise unangenehm) starkduftend.
Aus den Blüten entstehen dann walnußgroße, ovale Samenkapseln, rundum bedeckt mit Stacheln. Mit Einsetzen der Reife öffnet sich die Kapsel von oben her und gibt zahlreiche, dunkelbraune Samen frei.
Alle Daturasorten enthalten hochgiftige Alkaloide, im wesentlichen Hyoscyamin, Atropin und Skopolamin.
Pflanzen, die diese Substanzen enthalten, sind bereits seit Jahrtausenden als Rauschmittel bekannt und so kommt es häufiger zu Selbstversuchen mit Extrakten des Stechapfels ohne angemessene Vorbereitung. Diese können tötlich enden.
Da jedoch einerseits die Grenzwerte von berauschender und toxischer Dosis sehr nahe beieinanderliegen und andererseits der Wirkstoffgehalt in der Datura (bei variabler Wirkstoffzusammensetzung) drastisch zwischen 0,2% und 0,4% schwankt, können sehr schnell schwerste Vergiftungen auftreten, die aufgrund der hohen Toxizität der Stoffe auch tödlich enden können (tödliche Dosis Scopolamin=50 mg, niedrigere Dosen können jedoch bereits durch Atemlähmung den Tod herbeiführen).
Vergiftungssymptome: Hautrötung, trockener Mund, Unruhe, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung.
Nähere Informationen unter: http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/stechapfel.html
Datura wächst überall außer in polaren und subpolaren Klimazonen.
Sowohl in der Antike als auch im europäischen Mittelalter wurde sie als Heilkraut verwendet. Ebenfalls im Mittelalter erhielt die Datura ihren dunklen Ruf, da sie wegen ihrer Rauschwirkung Bestandteil von Hexensalben war. In nativ-amerikanischen Kulturen hatte sie sowohl zeremonielle als auch medizinische Bedeutung. Heutzutage wird die Datura hauptsächlich als Zierpflanze verwendet, da Ihre Blüten sehr schön sind. Von dieser Nutzung gehen öffentliche Stellen allerdings wegen der Giftigkeit der Pflanze zunehmend ab.
Der (weiße) Stechapfel wird zur Gewinnung der Alkaloide benützt. Er wird selten als Krampflöser bei Asthma bronchiale und Keuchhusten oder als auswurfförderndes Mittel bei Bronchitis eingesetzt, wobei bei der Anwendung stets das Abhängigkeitspotenzial und die Tatsache zu beachten ist, dass die Schulmedizin bei diesen Erkrankungen wirksamere und sicherere Medikamente zur Verfügung stellt.Beschreibung
WARNUNG
Verbreitung
Bedeutung, Geschichte, Kultur
Moderner therapeutischer Einsatz






