Teachers Paradise School Supplies Teacher Resources Free Encyclopedia
Teachers Paradise FREE Teaching Resources
Home Arts Crafts Audio Visual Equipment Office Supplies Teacher Resources
Hauptseite | See live article

Sport auf Fehmarn

Sport auf Fehmarn hat sich vom Wirtshausspaß junger Männer zur beliebten Freizeitschäftigung von Touristen und Einheimischen sowie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor auf der Insel entwickelt.

Table of contents
1 Geschichte
2 Klassische Sportarten
3 Trendsportarten
4 Exotische Sportarten
5 Weblinks
6 Literatur

Geschichte

Sport wird auf Fehmarn seit mehr als 300 Jahren betrieben. Anfang des 18. Jahrhunderts stand außerhalb von Burg ein Wirtshaus, in dem sich junge Leute zum Wettkampf herausforderten. Am 29. Mai 1706 kam es dabei zu einer wüsten Schägerei. Aus Zeugenprotokollen und Gerichtsakten nach der Prügelei geht hervor, welche Art von Wettkämpfen betrieben wurden. Bei dem Strevkatt spelen legten sich zwei Kontrahenten ein Seil über den Nacken und versuchten, sich gegenseitig über einen zwischen ihnen liegenden Kreidestrich zu ziehen. Ein weiterer Wettbewerb bestand darin, möglichst schnell durch die Sprossenlücken von zwei gleich großen Leitern zu klettern. Beliebt waren auch Hebe- und Trageübungen. So musste z.B. eine Fehmarnsche Tonne (das sind 220 Pfund Weizen) gestemmt oder eine Kuh gehoben werden, die an den Hinterbeinen gefesselt war. Der Sieger der Wettspiele erhielt als Lohn meist eine Kanne Bier, die vom Wirt ausgegeben wurde.

In Avendorf traten Lehrlinge zum Hofiesen schmieten (hochdeutsch: Hufeisen werfen) gegeneinander an. Zur Vorbereitung des Spiels wurde auf dem Dorfplatz drei Pfähle eingegraben und blau, weiß und rot angestrichen. Um jeden Pfahl wurde ein Kreis von 7 Meter Durchmesser gezogen. Im Abstand von 15 - 20 Fuß wurde ein Strick gelegt, das Mal zum Werfen. Drei junge Männer stellten sich hinter dem Strick auf und warfen mit je einem Hufeisen auf die Pfähle, der rechte Werfer auf den rechten Pfahl, der in der Mitte auf den mittleren Pfahl, etc. Wenn das Eisen den Pfahl traf, bekam der Werfer einen Stöt (Stoß) zugesprochen, einen Punkt. Ein Meister leitete das Spiel und notierte die Stöt auf einer Kreidetafel. Beim zweiten Durchgang musste der Werfer links den Pfahl rechts, der Werfer rechts den Pfahl links und der in der Mitte stehende Werfer den mittleren

Klassische Sportarten

Am 30. April 1879 erschien im Fehmarnschen Wochenblatt ein Artikel, der auf die Zweckmäßigkeit eines Turnvereines hinwies. Bereits wenige Wochen später wurde am 19. Mai in Hagens Saal der Männerturnverein von 1879 mit 22 Mitgliedern gegründet. Erster Turnvater war der Gastwirt Otto Hagen. Am 20. Juli machten die Turner eine Werbefahrt über Petersdorf, Orth und Lemkenhafen. In geschmückten Wagen zogen sie von Dorf zu Dorf, trugen Turnerlieder und Turnübungen vor. Der Turnclub expandierte schnell und war lange Jahre ein sportlicher und sozialer Fixpunkt auf Fehmarn. Während des 2. Weltkrieges kamen die Aktivitäten des Vereins zum Erliegen. Im Jahre 1946 fusionierte der Verein mit dem Fußballclub-Fehmarn 1912 zum neuen Sportverein Fehmarn von 1879. Heute werden hier außer Fußball viele weitere Sportarten von Badminton bis Volleyball betrieben. Besonders aktiv: die Basketball- und die Tischtennissparte.

Weitere Sportvereine auf Fehmarn.

War das sportliche Segeln zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine Freizeitbeschäftigung weniger, so expandierte diese Sportart auf Fehmarn in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu einem Massenphänomen. In der Saison liegen in mehreren Segelhäfen Hunderte von Booten, eine

Fehmarnsche Segelvereine:

Der Reitsport hat sich auf Fehmarn aus der landwirtschaftlichen Reiterei entwickelt. Schon im 19. Jahrhundert wurde auf Fehmarn die Tradition des Ringstechens gepflegt. Beim Ringstechen muss auf einem galoppierenden Pferd mit einer Lanze ein etwa sechs Zentimeter großer Ring getroffen werden. Der 1912 gegründete Fehamrnsche Ringreiterverein führt diese Sitte auf seinem alljährlichen Turnier auf der Insel fort. Heute hat der Pferdesportverein etwa 500 Mitglieder. Zahlreiche Medaillen auf nationalen und internationalen Championaten unterstreichen die sportliche Leistungsfähigkeiten des Fehmarnschen Reitsports.

Trendsportarten

Exotische Sportarten

Am ersten Sonntag eines Jahres treffen sich in Burgtiefe die Freunde des kühlen Badens zum Anbaden. Gleichgültig, ob Eisschollen in der Ostsee treiben oder nicht, es geht in die Ostsee und die neue Badesaison gilt als eingeläutet.

In jedem Vorfrühling wird von der Fehmarnschen Landjugend das Grabenspringen veranstaltet. Der Wettbewerb wird mit einem ausgedienten Surfmast bestritten, mit dem die Kopendorfer Au - eigentlich nur ein breiter Wassergraben - übersprungen werden muss. Manche der Versuche enden im kalten Wasser der Au, was von den Zuschauern mit großem Beifall kommentiert wird.

Weblinks

Literatur

Peter Wiepert: Altfehmarnscher Sport und die Geschichte des Sportvereins in Burg a/F.", in: Jahrbuch für Heimatkunde im Kreis Oldenburg Holstein, Jahrgang 1960, S. 74ff




Pay for Educational Supplies & Teaching Supplies with Visa, Master Card, American Express, Discover or Paypal.
All trademarks & brands are the property of their respective owners.
Legal Notice 2000-2008 TeachersParadise.com, Inc. All Rights Reserved