Spiegelreflexkamera
Man kann zwischen zwei Typen von Spiegelreflexkameras unterscheiden:Bei zweiäugigen Spiegelreflexkameras wird durch das erste Objektiv der Film belichtet; ein zweites (gleichartiges) Objektiv projiziert über einen Spiegel ein seitenverkehrtes Abbild auf eine Mattscheibe. Über den Entfernungseinstellungsmechanismus werden beide Objektive parallel bewegt, so dass über die Mattscheibe scharfgestellt werden kann. Typische Vertreter sind Rolleiflex und Mamyia C.
Einäugige Spiegelreflexkameras besitzen einen klappbaren Spiegel und meist ein Pentaprisma als Sucher. Vor und nach der Aufnahme wird das Bild über den Spiegel auf die Mattscheibe projiziert und kann über das Pentaprisma seitenrichtig und aufrecht betrachtet werden. Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hoch- oder zur Seite geklappt, so dass er sich nicht mehr im Weg zur Filmebene befindet und der Film belichtet werden kann, wenn der Verschluss ausgelöst wird. Einäugige Spiegelreflexkameras sind wesentlich günstiger und gebräuchlicher als zweiäugige. Der Hauptvorteil der einäugigen Spiegelreflexkamera liegt in der Möglichkeit, Wechselobjektive (z.B. Weitwinkel- und Teleobjektive) zu verwenden. Im Gegensatz zu Sucherkameras treten keine Parallaxenfehler bei Makroaufnahmen auf; denn man schaut ja direkt durch das Objektiv.
Digitale Spiegelreflexkameras decken normalerweise das obere Preis-Leistungs-Segment der Digitalkameras ab, ein bekannter Hersteller stellt im September 2003 eine digitale Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv für circa 1100 Euro in die Ladenregale.






