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SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist die älteste Partei Deutschlands.

Table of contents
1 Geschichte der SPD
2 Die Vorsitzenden der SPD seit 1946
3 Prominente Sozialdemokraten: (alphabetisch)
4 Prominente Sozialdemokraten der Vergangenheit
5 Arbeitsgemeinschaften der SPD
6 Internet-Adressen

Geschichte der SPD

Die SPD ging im Jahre 1890 aus der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei) hervor. Ihr Vorläufer, der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein, wurde 1863 von Ferdinand Lassalle in Leipzig gegründet.

Der bedeutendste Führer der deutschen Sozialdemokratie und - nach ihrem Entstehen - der SPD war August Bebel. Neben ihm waren Rosa Luxemburg und Clara Zetkin wichtige Persönlichkeiten. Die frühe SPD stand den Gewerkschaften recht nahe und gewann unter anderem wegen dieses Umstandes immer mehr an Einfluss bei den Arbeitern und deshalb auch im Reichstag. Im Jahre 1890 kam die Partei schon auf 27,2 Prozent der Stimmen, und 1912 war sie mit 34,8 Prozent die stärkste Fraktion im Reichstag. Nach den Tode Bebels 1913 übernahm Friedrich Ebert die Führung der Partei.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, stimmte die SPD-Reichstagsfraktion der Gewährung von Kriegskrediten zu. Einzig Karl Liebknecht, der für die SPD im Reichstag saß, stimmte gegen die Kredite. Viele Mitglieder der SPD waren mit dieser Entwicklung ihrer Partei nicht einverstanden und gründeten die USPD (Unabhängige SPD) und den Spartakusbund.

Nach der Revolution vom November 1918 bildete die SPD zusammen mit der USPD den Rat der Volksbeauftragten, stellte von 1919 bis 1925 mit Friedrich Ebert den Reichspräsidenten und war bis 1920 in allen Reichsregierungen vertreten. Danach - insbesondere nach dem Linksruck infolge der Wiedervereinigung mit der Rest-USPD 1922 - beteiligte sich die SPD nur noch an wenigen Reichsregierungen, zuletzt 1928-1930 an der Großen Koalition unter Hermann Müller, während sie in Preußen mit Otto Braun von 1920 bis 1932 fast durchgehend den Ministerpräsidenten stellte.

Die SPD versuchte als "konstruktive Opposition" ihren Einfluss auf die Reichspolitik zu wahren, da sie fürchtete, durch häufgere Regierungsbeteiligungen noch mehr enttäuschte Arbeiter-Wähler an die KPD zu verlieren. Ihre soziale Basis während der Weimarer Republik stellten vor allem die gewerkschaftlich organisierten Facharbeiter dar.

Während des Aufstiegs der NSDAP konnte die SPD zwar ihren Wählerstamm halten, den Stimmengewinnen der Nationalsozialsten, die zu einem Gutteil auch aus dem Nicht- und Jungwählerreservoir kamen, hatte sie allerdings wenig entgegenzusetzen. Aufgrund ihrer organisatorischen Verkrustung, der Unmöglichkeit einer Zusammenarbeit mit der KPD, dem Rechtsruck und - mit Ausnahme des Zentrums - der Marginalisierung der bürgerlichen Parteien fand sie für den Widerstand gegen den heraufziehenden Nationalsozialismus auch keine Bündnispartner. Durch den "Preußenschlag" ihrer letzten Bastion beraubt, konnten ihre Nein-Stimmen bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz nur noch symbolischen Widerstand darstellen. Am 7. Juli 1933 wurde die SPD verboten.

Auch die Sozialdemokraten wurden im Dritten Reich verfolgt. Diejenigen unter ihnen, die sich nicht ins Exil flüchten konnten oder wollten, starben zuhauf in Konzentrationslagern und Zuchthäusern. Im Exil bestand die SPD jedoch weiterhin, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in allen vier Teilen Deutschlands neu gegründet. In der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, vereinten die SPD und die KPD sich in der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Den von Josef W. Stalin angeordneten Säuberungen innerhalb der SED fielen viele Sozialdemokraten zu Opfer.

In Westdeutschland stand die SPD der sozialen Marktwirtschaft zunächst äußerst kritisch gegenüber und forderte die Verstaatlichung aller Grundstoffindustrien. Im Gegensatz zu Adenauers Politik der Westbindung stellte die SPD das Ziel der Wiedervereinigung über an eine zu enge Anlehnung an die USA und Westeuropa. SPD-Konzeptionen zur Deutschlandpolitik aus dieser Zeit, halten eine politische Neutralität Deutschlands für möglich und sprechen sich strikt gegen eine Wiederbewaffnung des Landes auf.

Nach für die Sozialdemokraten enttäuschenden Wahlergebnissen in den 50er Jahren deutete sich ein Politikwechsel an. Die SPD akzeptierte und befürwortete schließlich die Westbindung. Das Godesberger Programm von 1959 markierte auch programmatisch den praktisch längst vollzogenene Wandel von einer marxistischen Arbeiterpartei zur Volkspartei.

Im Rahmen der großen Koalition von 1966-1969 stellte die SPD erstmals in der Nachkriegszeit Regierungsmitglieder. Nach den Bundestagswahlen 1969 in einer sozialliberalen Koalition mit der FDP den Bundeskanzler. Unter den Kanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt fand im Rahmen der Ostverträge eine Entspannungspolitik mit den Staaten des Warschauer Paktes sowie ein umfangreiches Reformprogramm in der Rechtspolitik, der Bildungspolitik, und der Familienpolitik statt. 

Aufgrund einer wirtschaftlichen Krise in der Bundesrepublik, steigenden Arbeitslosenzahlen und aus parteistrategischem Kalkül, kündigte die FDP 1983 die Koalition auf. Mit Hilfe eines konstruktivem Mißtrauensvotum wählte die FDP Helmut Kohl als neuen Kanzler.

Die folgenden Jahre verbrachte die SPD in innerer Zerstrittenheit und dem Versuch sich inhaltlich an die neue Zeit anzupassen.

1989 wurde in der DDR eine Sozialdemokratische Partei (SDP) gegründet, die noch vor der Wende in der SPD aufging. So konnte die SPD sich leichter auch im Osten etablieren.

Bei der Bundestagswahl 1998 gelang der SPD, diesmal in einer Koalition mit Bündnis90/Die Grünen der Einzug ins Bundeskanzleramt,

Die Vorsitzenden der SPD seit 1946

Prominente Sozialdemokraten: (alphabetisch)

Prominente Sozialdemokraten der Vergangenheit

Arbeitsgemeinschaften der SPD

Internet-Adressen




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