Sozialpädagogik
Sozialpädagogik benennt einen Berufszweig für die außerschulische Erziehung, im Sinne einer Hinführung zur Selbstständigkeit, welcher an staatlichen und konfessionellen Fachhochschulen in einer acht semestrigen Ausbildung vermittelt wird. Integriert oder als Annerkennungsjahr angeschlossen sind zwei praktische Semseter, also die Ausbildung unter Fachanleitung im Berufsfeld.Inhalte der Ausbildung zum Sozialpädagogen sind Ländersache und somit von Bundesland zu Bundesland verschieden. Jedoch wird in länderübergreifenden Arbeitsgemeinschaften und auf den Kultusministerkonferenzen über Modelle, die sich an internationalen Standards anlehnen, für eine einheitliche Ausbildung und Berufsbezeichnung diskutiert.
Aufgrund der inhaltlichen Ähnlichkeit der Studiengänge Sozialpädagogik und Sozialarbeit bieten einige Fachhochschulen immer noch nur einen oder getrennte, die meisten mittlerweile aber einen gemeinsamen Studiengang an, wobei man sich in einigen Bundesländern während des Hauptstudiums für einen der beiden Abschlüsse entscheiden muss, in anderen erhält man den Doppeltitel "Diplom Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (FH)". Die Fachhochschulen nennen sich auch "Fachhochschule für Sozialwesen". Die Ausbildung wird ebenfalls an den Berufsakademien angeboten, mit dem Abschluss Diplom Sozialpädagoge (BA).
Folgende Teilgebiete sind Bestandteile der Ausbildung zum Sozialpädagogen/Sozialarbeiter:
- Theorien und Didaktik/Methodik der Sozialpädagogik
- Erziehungswissenschaften/Pädagogik
- Ästhetische Bildung
- Psychologie
- Soziologie
- Rechtswissenschaft
- Politikwissenschaft
- Heilpädagogik (auch eigener Studiengang)
- Sozialmedizin
- Verwaltung und Organisation
- Theologie (vorwiegend an konf. FH's)
- Ethik
- Betreuung
- Beratung (z.B. Drogenberatung)
- Kinder- und Jugendarbeit
- Bewährungshilfe
- Freizeitpädagogik und freizeitpädagogische Massnahmen
- Therapeutisch orientierte Arbeit
- Sozialer Dienst






