Sinne
Mit den Sinnen bezeichnet man üblicherweise die fünf schon von Aristoteles erkannten fünf Sinneskanäle des Menschen:- Gehörsinn
- Geruchssinn
- Geschmackssinn
- Gesichtssinn
- Tastsinn
Die moderne Physiologie kennt noch vier weitere Sinne:
- Thermozeption (Temperatursinn)
- Nocizeption (Schmerzempfindung)
- Gleichgewichtssinn
- Propriozeption (Körperempfindung, Tiefensensibilität)
Der "6. Sinn" und der "7. Sinn"
Mit "6. Sinn" wurde vielfach die Fähigkeit bezeichnet, Dinge wahrzunehmen, die anscheinend nicht mit den Sinnesorganen aufgenommen wurden, vor allem die so genannten Psi-Fähigkeiten (Telepathie, Hellsehen, Präkognition). Biologen benutzen diesen Begriff allerdings zunehmend, um damit elektrische und magnetische Sinne von Tieren zu beschreiben: Aale erkennen im Dunkeln ihre Gegner durch die Wahrnehmung von Änderungen elektrischer Felder, die sie selbst aussenden; Rochen nehmen die Körperelektrizität ihrer Beute wahr; Klapperschlangen haben einen Wärmesinn; Spinnen erkennen durch einen Schwingungssinn die kleinsten Bewegungen in ihren Netzen; Tauben wird ein Magnetsinn nachgesagt. Alle diese Sinne, die inzwischen genauer erforscht werden, haben eine Verankerung in im Biologischen und sind nichts Übernatürliches (mehr).Darum erscheint es naheliegend, für die paranormalen Wahrnehmungen (oder Pseudowahrnehmungen) den Ausdruck "7. Sinn" zu verwenden. Damit kommt zum Ausdruck, dass hiermit weder die fünf normalen Sinne noch die verschiedenen, ebenfalls auf physikalischen Wahrnehmungen beruhenden sechsten Sinne gemeint sind. "Der siebte Sinn" ist darum seit langem der Name einer Informationssendung im deutschen Fernsehen (ARD), die über das korrekte Verhalten im Straßenverkehr informieren will.
Auch der siebte Sinn wird wissenschaftlich erforscht, bei Tieren und Menschen (Sheldrake). Bis heute allerdings wissen die meisten Wissenschaftler noch nicht, ob sie sich dazu durchringen können, einen über den Körper hinaus reichenden Sinn wirklich anzuerkennen.
Siehe auch: Sinnesorgan






