Sikhismus
Der Sikhismus ist eine vorwiegend in Indien ausgeübte synkretistische Religion. Sie umfasst etwa 18 Millionen Gläubige.
Der Religionsgründer Guru Nanak (1469 - 1538) beabsichtigte mit dem Sikhismus eine Religion zu schaffen, die sämtliche positiven Merkmale der damalig populären Religionen Hinduismus und Islam zusammenfasst. Ihm folgten bis ins 18. Jahrhundert hinein weitere 9 Gurus, die jeweils ihre Lehren in der heiligen Schrift der Sikhs, dem Granth Sahib niederschrieben. Der letzte ihrer Gurus verstarb 1708.
Sihks fallen in der vielschichtigen Religionslandschaft Indiens besonders auf. So ist es dem gläubigen Sikh verboten sich jemals die Haare schneiden zu lassen. Diese tragen sie zu einem Knoten gebunden unter einem Turban verborgen. Weitere äußere Merkmale sind das Tragen von Kämmen und Schwertern, heute meist nur noch als Symbol oder Schmuckelement. Ebenso gehört meist ein stählernder Armreif sowie das Tragen kurzer Unterhosen anstatt eines Lendentuches zu ihrer Ausstattung.
Den Sikhs werden Toleranz und Nächstenliebe nachgesagt. Im Gegensatz zu vielen anderen Religionen taufen sie ihre Kinder erst zu einem späteren Zeitpunkt um zu erreichen, dass diese die Taufzeremonie auch verstehen.






