Siebenbürgen
Siebenbürgen bildet den Nordwestteil Rumäniens und ist auch unter dem lateinischen Namen, wie in mittelalterlichen Dokumenten gebräuchlich, Transsilvanien bekannt. Die ungarische Bezeichnung ist Erdély, die rumänische in Anlehnung daran Ardeal. Die Herkunft des deutschen Namens Siebenbürgen ist umstritten. Möglicherweise geht er auf die ersten sieben, von deutschen Siedlern gegründeten Städte zurück (Kronstadt, Schässburg, Mediasch, Hermannstadt, Mühlbach, Bistritz und Klausenburg).
Von den anderen Teilen Rumäniens wird Siebenbürgen durch den Karpatenbogen, genauer: durch die Ostkarpaten und die Transsilvanischen Alpen (Südkarpaten), getrennt.
Es gehörte seit dem 10. Jahrhundert bis 1920 zu Ungarn und besitzt bis heute eine große ungarischsprachige Minderheit. Diese lebt einerseits nahe der Grenze zu Ungarn, andererseits unter der Bezeichnung Szekler (ungarisch Székely) ganz im Osten des Gebiets. In einigen Gebieten, besonders im Süden, leben noch Reste der deutschen Minderheit der Siebenbürger Sachsen, die maßgeblichen Anteil an der Erschließung dieser Region hatten, inzwischen jedoch zum großen Teil nach Deutschland, aber auch nach Österreich, in die USA und Kanada ausgewandert sind.
1543 Beginn der Reformation in Siebenbürgen durch Johannes Honterus.
Von 1526 (Schlacht von Mohács) bis 1699 (Friede von Karlowitz) war Siebenbürgen ein autonomes Fürstentum unter osmanischer Oberhoheit. Es wurde als Zufluchtsort der ungarisch-nationalen Partei gegen den Habsburger Ferdinand I gegründet und war auch später immer wieder ein Sammelbecken für antihabsburgische Bewegungen. Seine Grenzen reichten im Nordwesten über die heutige Landschaft hinaus, es reichte dort über Miskolc hinaus bis an die Karpaten.
Seine Fürsten waren:
- Johann I. Zápolya 1526-1540
- Johann II. Sigismund Zápolya 1540-1571
- Stephan Báthory 1571-1575
- Christoph Báthory 1575-1581
- Sigismund Báthory 1581-1597, 1599-1602
- Andreas Báthory 1599
- Stephan Bocskay 1604-1606
- Sigismund Rákóczy 1607-1608
- Gabriel Báthory 1608-1613
- Gábor Bethlen 1613-1629
- Georg I. Rákóczy 1630-1648
- Georg II. Rákóczy 1648-1657
- Emmerich Thököly 1660-1682
Küche
Ein beliebtes Nahrungsmittel war in Siebenbürgen der Schafskäse, v.a. in den ländlichen Gebieten.
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