SERO
Das Kürzel SERO stand in der DDR für Sekundärrohstoffe bzw. das System von Annahmestellen, das (neudeutsch) die recycelbaren Wertstoffe entgegennahm.Da man für Flaschen, Gläser, Zeitungen oder Lumpen einen kleinen Geldbetrag bekam (je nach Rohstoff um die 30 Pfennig), war das System sehr effektiv. Jeder Haushalt warf seine noch verwertbaren Rohstoffe nicht weg, sondern brachte sie zu den flächendeckend in der DDR vertretenen SERO-Annahmestellen. Kinder verdienten sich so ihr Taschengeld und die Junge Pioniere organisierte große Sammelaktionen um Gelder für irgendeine Hilfsaktion zu sammeln.
Mit der Wiedervereinigung wurde die Chance vertan, die funktionierende Recyclingwirtschaft der DDR auf ganz Deutschland auszuweiten. Das Geschäft mit dem Müll wurde unter einigen Müllfirmen aufgeteilt und das SERO-System zerstört.
Eine Firma, die aus dem staatlichen Sammelsystem der DDR hervorgegangen ist, ist die börsennotierte Sero AG mit Sitz in Berlin.






