Schweinfurter Grün
Schweinfurter Grün ( Kupferarsenitacetat ) ist eine Verbindung von Kupfer, Arsen und Essigsäure, die chemische Formel lautet: Cu(CH3COO)2 · 3Cu(AsO2)2
Schweinfurter Grün fand im 18. Jahrhundert als Malerfarbe Verwendundung,
seine Farbintensität und seine Lichtechtheit wurden damals von keinem anderen anorganischen Pigment
übertroffen, dasselbe gilt allerdings auch für seine Giftigkeit.
1882 wurde Schweinfurter Grün als Farbe in Deutschland verboten, danach wurde es jedoch noch
einige Jahre als Insektizid und als Algen-Schutzanstrich für Schiffe verwendet.
Erstmals hergestellt wurde Schweinfurter Grün um 1800 in Wien,
die erste industrielle Fertigung fand im unterfränkischen Schweinfurt
durch den Industriellen Wilhelm Sattler statt.
1814 wurde die Produktion nach Schonungen im Landkreis Schweinfurt verlegt.
Prominentestes Opfer von Schweinfurter Grün dürfte Napoleon gewesen sein. Die Räume seines Exils in St. Helena waren grün bestrichen. Eine vor einigen Jahren erfolgte Analyse seines Leichnams ergab große Mengen Arsen in seinen Haaren und Fingernägeln.
Aktuelle Opfer sind Einwohner der Gemeinde Schonungen, deren Häuser sich auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Firma Sattler befinden. Sie sollen nach dem Willen der bayrischen Regierung bis zur Höhe des Wertes ihrer Häuser an den Sanierungskosten beteiligt werden.






