Schwarzarbeit
Schwarzarbeit bezeichnet im allgemeinen illegaler Beschäftigung abseits der in Deutschland bestehenden Steuer- und Sozialversicherungsgesetze. Im engeren Sinn ist Schwarzarbeit Arbeit von Handwerkern, die nicht in der Handwerkerrolle eingetragen sind, oder in anderen Bereichen arbeiten als denen, für die sie eingetragen sind.
Volkswirtschaftliche Schäden
Durch Schwarzarbeit entstehen in Deutschland jährlich Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe. Laut Bericht des Handelsblatts (Nr. 2, 05.01.04, S. 4) werden 17% (370 Mrd. &euro) des Bruttoinnlandsprodukts in Deutschland durch Schwarzarbeit geleistet. 98% aller Haushaltshilfen sind dem Bericht zufolge illegal beschäftigt, und im Schnitt kostet eine Stunde Schwarzarbeit 20 &euro, eine Stunde reguläre Arbeit 50-70 &euro. Da sich die Ausgaben auf weniger Schultern verteilen, verursacht Schwarzarbeit höhere Sozialabgaben und Steuern für reguläre Arbeit, was wiederum zu höherer Arbeitslosigkeit und zu noch mehr Schwarzarbeit führt. Ein Teufelskreis.
Zu beachten sind die erheblichen Differenzen zwischen Nettlohn eines legal Beschäftigten, dem Schwarzarbeitertarifen und dem, was eine Firma für die Arbeit von den bei ihr Beschäftigten einnehmen muss.
Aus diesen Differenzen ergibt sich, dass kein Arbeiter legal einen Arbeiter beauftragen kann. Das durch die Arbeit eines Monats erarbeitete, frei verfügbare Einkommen wäre innerhalb eines Arbeitstages verbraucht.
Schwarzarbeit ist das BRD-Äquivalent zur DDR-Schattenwirtschaft.
Ob dadurch größere volkswirtschaftliche Schäden entstehen als durch Gesetzeswirrsinn und Verwaltungspalastbauten, wäre zu analysieren.






