Schwabenkinder
Als Schwabenkinder wurden die Bergbauernkinder aus Vorarlberg, Tirol und der Schweiz bezeichnet, die aus Armut alljährlich im Frühjahr über die Alpen zu den Kindermärkten nach Schwaben zogen, um dort als rechtlose Arbeiter an Bauern vermittelt zu werden. Den Marsch über die Alpen nannte man auch Schwabengehen.Die amerikanische Presse startete 1908 eine Kampagne, wo sie den Kindermarkt in Friedrichshafen als "barely revealed slave market" ("kaum verhüllter Sklavenmarkt") beschrieb.
Die Kindermärkte wurden 1915 abgeschafft, das Schwabengehen nahm jedoch erst 1921 rapide ab, nachdem in Württemberg die Schulpflicht für ausländische Kinder eingeführt wurde.
s.a. Straßenkinder






