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Schleichenlurche

{| border="1" cellspacing="0" style="float:right;margin-left:0.5em" ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Schleichenlurche |- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Systematik |- | {| border="0" |- | Stamm: || Chordatiere (Chordata) |- | Unterstamm: || Wirbeltiere (Vertebrata) |- | Überklasse: || Kiefermäuler (Gnathostomata) |- | Reihe: || Landwirbeltiere (Tetrapoda) |- | Klasse: || Lurche (Amphibia) |- | Ordnung: || Schleichenlurche (Apoda) |} |- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Familien |- | |}

Die Schleichenlurche oder Blindwühlen (Apoda oder Gymnophiona) bilden mit gut 150 Arten die kleinste Ordnung in der Klasse der Lurche (Amphibia).

Table of contents
1 Verbreitung
2 Morphologie
3 Fortpflanzung und Entwicklung
4 Systematik

Verbreitung

Sie kommen in den Tropen und Subtropen Südostasiens, Afrikas sowie Mittel- und Südamerikas vor. Sie halten sich in der Regel in den oberen Boden- und Streuschichten von Wäldern auf, und leben von Kleintieren. Sie ziehen feuchte Gebiete, oft in der Nähe von Gewässern, vor. Wasserwühlen, die sich ganz an das Leben im Wasser angepasst haben, leben in langsam fließenden Flüssen, und ernähren sich von kleinen Wassertieren.

Aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise sind die Schleichenlurche eine wenig bekannte Amphibiengruppe. Zoologen gehen davon aus, dass noch nicht alle Arten beschrieben sind.

Morphologie

Bei den Schleichenlurchen sind die vier Gliedmaßen sowie der Schwanz zurückgebildet. Sie haben die Gestalt eines Wurmes. Kleine Schleichenlurche (um 10 cm Länge) können leicht mit Würmern verwechselt werden, große Arten (etwa 1 bis 1,5 m Länge) erscheinen schlangenartig.

Die Haut der Schleichenlurche ist glatt, und oft mattdunkel gefärbt. Manche Arten haben farbige Streifen oder Flecken an den Seiten. Sie gelten aufgrund in der Haut eingelegerter Kalkschuppen als mit den ausgestorbenen Panzerlurchen verwandt.

Der alternative Name, Blindwühlen, ist von den zurückgebildeten und von einer Haut abgedeckten Augen abgeleitet. Die Wahrnehmung geschieht durch Riechen und zwei zwischen Nase und Augen liegende Fühler. Die Atmung findet durch den rechten Lungenflügel statt; der linke ist in der Regel zurückgebildet.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Befruchtung findet im Inneren des Weibchens statt. Das Männchen besitzt ein aus der Kloake ausfahrbares Befruchtungsorgan zur Spermienübertragung.

Das Weibchen legt die befruchteten Eier entweder im Wasser ab; dort entwickeln sich die Larven zu erwachsenen Tieren. Alternativ schlüpfen die Jungtiere im Mutterleib und werden im Eileiter ernährt, bevor sie lebend geboren werden.

Systematik

Die Schleichenlurche werden in 5 Familien eingeteilt und manchmal nach ihrem Entwicklungsstand gruppiert:

Allerdings spiegelt diese Einteilung nicht die vermutlichen stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnisse wieder. Auch die Begriffe "primitiv" und "hochentwickelt" sind nach heutigem evolutionären Denken unangebracht und daher als reine Namen zu verstehen. Die genaue Anzahl der Gattungen und Arten innerhalb der einzelnen Familien schwankt je nach Autorität. Die Familie der Erdwühlen (Caeciliidae) enthält jedoch in jeder Systematik etwa zwei Drittel aller Schleichenlurche.



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