Schachuhr
Die Schachuhr, ist ein Hilfsmittel um - besonders in organisierten Schachveranstaltungen (Turnieren oder Mannschaftskämpfen) - die Bedenkzeit der Spieler zu kontrollieren. Sie besteht in mechanischer Ausführung aus zwei Uhrlaufwerken, die durch einen im Inneren befestigten Schaukelhebel wechselseitig in Gang gesetzt werden. Bei waagerechter Stellung werden beide Uhren angehalten. Der Gebrauch erfolgt so, dass nach Freigabe der Partie durch den Turnierleiter der Spieler mit den weißen Steinen mit dem 1. Zug beginnt und die Uhr drückt. Durch den Hebel wird die eine Uhr abgestellt und die des Gegners in Gang gesetzt. Dann führt der Spieler mit den schwarzen Steinen seinen 1. Zug aus und drückt seinerseits die Uhr.Jedes Ziffernblatt ist mit einer Fallklappe versehen, die in dem Moment fällt, in dem der Minutenzeiger eine volle Stunde erreicht. Fünf Minuten vorher (also beispielsweise um 11:55) beginnt der vorrückende Minutenzeiger, die Fallklappe anzuheben. Die den Spielern zustehende Bedenkzeit wird auf der Schachuhr so eingestellt, dass der Ablauf dieser Bedenkzeit durch das Herunterfallen der Fallklappe markiert wird - auch 'Blättchenfall' genannt. Ein Überschreiten der Bedenkzeit hat normalerweise den Verlust der Partie zur Folge. Ausgenommen von dieser Regel sind nur solche Stellungen, in denen der Gegner keinesfalls mehr gewinnen kann. In derartigen 'theoretischen Remisstellungen' (etwa wenn eine Partei nur noch einen König hat) gilt die Partie auch nach der Zeitüberschreitung als unentschieden.
Beim Spiel mit der Uhr unterscheidet man im Schach zwischen Blitzschach, Schnellschach und Turnierschach je nach Bedenkzeit für eine Partie.
Seit einigen Jahren gibt es elektronische Schachuhren, die weitere Modi kennen (z. B. 1 Stunde Bedenkzeit je Spieler zuzüglich 30 Sekunden je ausgeführtem Zug). Es wird erwartet, dass in einigen Jahren kaum noch mechanische Uhren im Einsatz sein werden.






