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Schachprogramm

Ein Schachprogramm ist ein Computerprogramm zum Spielen von Schach.

Table of contents
1 Geschichte
2 Aufbau
3 Besonderheiten
4 Freie Schachprogramme:
5 Siehe auch
6 Literatur

Geschichte

John von Neumann klassifizierte das Schachspiel in seiner Spieltheorie als Zwei-Personen-Nullsummenspiel mit vollständiger Information. Diese Klasse von Problemen (dazu gehört auch Tic tac toe) kann mit dem Minmax-Algorithmus gelöst werden. Schach ist jedoch zu komplex, um den Suchbaum vollständig abarbeiten zu können. Schachprogramme sind deshalb auf Näherungsverfahren angewiesen.

Das erste Schachprogram wurde von Claude Shannon entwickelt. Dieses Programm wurde mangels leistungsfähiger Computer händisch simuliert.

Aufbau

Zuggenerator

Der Zuggenerator erzeugt, ausgehend von einem bestimmten Spielstand, eine Liste aller möglichen Züge.

Bewertungsfunktion

Die Bewertungsfunktion liefert aufgrund von Heuristiken eine ungefähre Bewertung der aktuellen Stellung zurück.

Zugauswahl

Die Zugauswahl funktioniert im Wesentlichen nach dem Minmax-Algorithmus.

Besonderheiten

Eröffnungsbibliothek: Schach wird im Wettkampf auf Zeit gespielt, das heißt, für eine Anzahl von Zügen steht nur eine definierte Zeit zur Verfügung. Viele Schachprogramme sind daher mit einer Eröffnungsbibliothek ausgestattet, in der sehr viele "gute" Zugreihenfolgen in der Eröffnungsphase von Schachspielen abgespeichert sind. In der Anfangsphase des Schachspiels sieht das Programm in dieser Bibliothek nach, welcher Zug in einer bestimmten Brettstellung der geeignetste ist. Dieses "Nachsehen" geht schneller, als den Zug auszurechnen. Die so gesparte Rechenzeit steht dem Programm dann in späteren Phasen des Spiels zur Verfügung. Das Verfahren, Brettstellungen einschließlich der "guten" Züge abzuspeichern, ist nur für die Eröffnungsphase sinnvoll, da hier die Anzahl der Brettstellungen begrenzt ist.

Endspiel-Datenbank: Im Endspiel, wenn nur mehr wenige Figuren auf dem Brett sind, ist der Ausgang einer Partie für einen menschlichen Spieler oft offensichtlich, der Computer muss aber trotzdem alle Möglichkeiten durchprobieren. Viele Schachprogramme verwenden deshalb Endspiel-Datenbanken, die alle möglichen Stellungen mit 3, 4 oder 5 Figuren sowie deren Ausgang (bei optimalem Spiel) enthalten.

Freie Schachprogramme:

Siehe auch

Schachcomputer
ChessBase

Literatur




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