Saturnringe
Die Saturnringe sind das Ringsystem um den Planeten Saturn. Sie sind das auffälligste Phänomen des Saturns, das ab etwa einer 30-fachen Vergrößerung zu erkennen ist. Das Ringsystem besteht im Wesentlichen aus Eisbrocken, die körnchen- bis metergroß sind und auf ihren Bahnen den Äquator des Saturns umrunden, der um 27 Grad gegen die Bahnebene geneigt ist, aber auch aus Ansammlungen von Gestein und gefrorenen Gasen. Das System hat viele große und kleine Lücken und ist bei einem Durchmesser von fast 500.000 km nur einige hundert Meter dick, also extrem dünn.
Das Ringsystem wurde 1610 erstmals von Galileo Galilei mit einem der ersten Teleskope entdeckt. Galilei erkannte jedoch nicht, dass die Ringe vom eigentlichen Planeten getrennt waren, sondern er deutete sie als Griffe (ansae).
Der holländische Astronom Christiaan Huygens beschrieb die Ringe 45 Jahre später richtig. Huygens: „Der Saturn ist von einem dünnen, flachen Ring umgeben, der ihn nirgends berührt und der zur Ekliptik geneigt ist“. Die Ringe des Saturns sind nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt worden und werden von innen nach außen als D-, C-, B-, A-, F-, G-, und E-Ring bezeichnet. Heute ist bekannt, dass es mehr als 100.000 einzelne kleine farbige Ringe sind, welche bis zu 360.200 Kilometer in den Weltraum hinaus reichen.
Etwa alle 14,8 Jahre ist das Ringsystem für uns beinahe unsichtbar, da uns dann der dünne Rand der Ringe zugewandt ist.
Die Entstehung und Erhaltung der Ringe wird durch die Gravitationswirkung der Monde des Saturns erklärt. Diese Theorie wurde erstmals von Edward Roche aufgestellt. Entsprechende, aber viel schwächere Ringe, finden sich auch bei den anderen großen Planeten des Sonnensystems (Jupiter, Uranus und Neptun).







