Russlanddeutsche
Der Begriff Russlanddeutsche ist ein Sammelbegriff für die deutschstämmigen Menschen in Russland. Umgangssprachlich werden auch die deutschstämmigen Einwohner der anderen ehemaligen Sowjetrepubliken als Russlanddeutsche bezeichnet, obwohl diese korrekter als "Ukrainedeutsche", "Kasachstandeutsche" etc. bezeichnet werden. Es handelt sich um eine regional ursprünglich sehr verteilte Gruppe (Wolgadeutsche, Wolhyniendeutsche, Bessarabiendeutsche, Krimdeutsche, Baltendeutsche, Kaukasiendeutsche). Heute leben noch etwa 800 000 Russlanddeutsche in der Russischen Föderation (stark sinkende Tendenz).Am 1. Juli 1991 wurde das 1938 aufgelöste deutsche Rayon Halbstadt (Nekrassowo) im Altai wiedergegründet, am 18. Februar 1992 erfolgt der Beschluss ein weiteres neu in Asowo (bei Omsk) zu gründen. Bei Saratow und Wolgograd sollen weitere Bezirke (Okrugs) gegründet werden.
Gründe für die Einwanderung waren vielfältig. Für die pazifistischen Mennoniten war die Befreiung vom Kriegsdienst wesentlich, für viele andere die freie Zuteilung von Land. Als erste rief Katharina die Große im 18. Jahrhundert deutsche Einwanderer im großen Stil ins Land. Vorher gab es schon große Gruppen in Moskau und St. Petersburg.
Siehe auch Russischsprachige Kultur in Deutschland






