Rote Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine parteiunabhängige, strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation. Sie organisiert nach ihren Möglichkeiten die Solidarität für alle, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Weltanschauung, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt werden. Politische Betätigung in diesem Sinne ist z.B. das Eintreten für die Ziele der ArbeiterInnenbewegung, der antifaschistische, antisexistische, antirassistische, demokratische oder gewerkschaftliche Kampf und der Kampf gegen die Kriegsgefahr. (aus §2 der Satzung der Roten Hilfe e.V.)
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1921 wurde die Rote Hilfe Deutschland (RHD) als KPD nahe Massenorganisation gegründet. Ihr erster Vorsitzender war Wilhelm Pieck, ab 1925 Clara Zetkin. Erste große Aufgabe war die Unterstützung der inhaftierten Rotfrontkämpfer sowie andere politische Gefangene und deren Angehörigen. Kampagnen der RHD wurden von Albert Einstein, Kurt Tucholsky, Käthe Kollwitz, Heinrich Zille, Heinrich Mann und anderen unterstützt.
1933 wurde die Rote Hilfe Deutschlands für illegal erklärt und ab 1935/36 von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) zerschlagen.
Nach dem 2. Weltkrieg und dem Untergang des Faschismus spielte die Rote Hilfe zunächst in beiden deutschen Staaten keine Rolle.
1975 Ausgelöst durch starke staatliche Repression gegen Linke Bewegungen und Organisationen (z.B. SDS Verbot) gründeten sich verschiedene Hilfsorganisationen (Schwarze-,Bunte-,Grüne- und Rote Hilfen). Auch die heute noch existierende Rote Hilfe e.V. wurde damals unter dem Namen Rote Hilfe Deutschlands RHD wiedergegründet.
1986 Die Bundesdelegiertenkonferenz beschließt eine Umbenennung von Rote Hilfe Deutschland RHD in "Rote Hilfe e.V."
siehe auch:
Kommunismus
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Geschichte
Literatur
Weblinks






