Romanik
Der Begriff Romanik beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche von etwa 1000 bis 1200, vielerorts werden jedoch romanische Stilprinzipien bis zur Mitte des 13. Jh. beibehalten. Die romanische Kunst ist überall in Europa sowie in Westasien und Nordafrika nachzuweisen.
| Table of contents |
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2 Stilphasen 3 Profanbauten 4 Neuromanik 5 Bedeutende romanische Baudenkmäler 6 Touristische Erschließung 7 Literatur 8 Weblinks |
Typisch für die romanische Baukunst sind Rundbögen, dicke, festungsartige Mauern (besonders im Westwerk) mit kleinen Fenstern sowie Würfelkapitelle an den Säulen. In frühromanischer Zeit finden sich flache Kassettendecken, später dann Kreuzgratgewölbe. Der romanische Kirchenbau wird bestimmt durch die Einführung der Überwölbung großer Raumweiten. Die Skulpturen und Malereien zeigen oftmals drastische Motive.
Der Romanik voraus ging die merowingische,
karolingische und ottonische Epoche, deren
Baudenkmäler noch gedrungener und archaischer als die der Romanik sind, sich in
ihren Elementen jedoch sehr ähneln. Es sind jedoch nur sehr wenige Bauwerke aus
diesen frühen Zeiten auf uns gekommen, so daß generelle Aussagen nur unter
Vorbehalt möglich sind; eine Ausnahme bildet beispielsweise das Aachener
Münster. Der Übergang von der Vorromanik zur Romanik wird für Frankreich um
1000, für Deutschland um 1020/30 (St. Michael in Hildesheim ab 1010, Dom zu
Speyer ab 1025, Klosterkirche Limburg a.d. Haardt ab 1025) angesetzt.
Die Romanik in Deutschland lässt sich in Früh-, Hoch- und Spätromanik
einteilen.
Die vorhandenen ökonomischen und technischen Voraussetzungen sowie weltweite
Anregungen ermöglichten enorme Leistungen in der Baukunst. Die größte Kirche
war die Abtei von Cluny. Sie bestand aus fünfschiffigen, gewölbten
Basiliken, zwei Ostquerhäusern und einem Chor mit Umgang und
Kapellenkranz. Die größte Kirche der salischen Kaiser war der
Dom zu Speyer, der Höhepunkt der Frühromanik; der Dom diente zugleich als
Grablege der Kaiser. Sie bestand aus einem Mittelschiffgewölbe, aus der
ältesten durchgehend mit Kreuzgewölbe überdeckten Basilika und aus der größten
Krypta.
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Jede kleine Stadt besaß Kirchen mit kreuzförmigen, dreischiffigen Basiliken. Die Spätromanik zeichnet die Vielseitigkeit von Baukörpern und Innenräumen aus, die mit Zierfreude und den Einzelheiten gebaut wurden. Doppelturmfassaden entwickelten sich meist in Verbindung mit prächtig ausgebildeten Vierungstürmen weiter.
Die Romanik wurde in Frankreich um 1140 (St. Denis), in England 1175 (Canterbury) und in Deutschland um 1235 (Elisabethkirche in Marburg, Liebfrauenkirche in Trier) durch die Gotik abgelöst.
Aus der Romanik sind auch die ältesten Profanbauten erhalten (Wohnhäuser in Cluny, Rheingasse 8 in Köln, Dreikönigenhaus in Trier), ebenso Pfalzen und Burgen.
Romanische Bauwerke (insbesondere Kirchen) wurden um 1850
gerne nachgebaut bzw. "stilrein" erneuert (Speyer, Dom); dabei wurden oftmals
originale Barockausstattungen beseitigt (z.B. Hildesheim, St. Michael). Diesen
Baustil nennt man neuromanisch(siehe auch Historismus).
Stilprinzipien
Herkunft des Begriffs
Die Bezeichnung romanesque wurde um 1820 von französischen Gelehrten für den Rundbogenstil eingeführt. Der Begriff wurde gewählt unter Hinweis auf die Verwandtschaft zur römischen Architektur, von der Rundbogen, Pfeiler, Säule und Gewölbebau übernommen waren.Stilphasen
Frühromanik (1024-1080)
Hochromanik (1080-1190)
In der Hochromanik spielte Bauschmuck eine große Rolle. Hinzu kamen mehr und
mehr freistehende figürliche Bildwerke, die oft aus Holz (Triumphkreuze,
Madonnenfiguren, Lettnerfiguren), aber auch aus Bronze (Braunschweiger Löwe,
Wolframleuchter in Erfurt) gearbeitet wurden. Italienische Einflüsse sind
wahrscheinlich, so zunächst wohl bei der Quedlinburger Stiftskirche mit
ihrem vielfältigen bauplastischen Schmuck; eine bildnerische Prachtentfaltung
ist danach z.B. bei der Klosterkirche in Königslutter festzustellen.Spätromanik (1190-1235)
Bamberger Dom, Gesamtansicht der östlichen Doppelturmfassade mit polygonalem Chor, von NO aufgenommen; Dezember 2003 | Vergrößern auf 400px
|}Profanbauten
Neuromanik
Bedeutende romanische Baudenkmäler
In Frankreich
In Italien
In Deutschland
In der Schweiz
In Spanien
Bauten am Pilgerweg nach Santiago de Compostela.Touristische Erschließung
Straße der Romanik
Diese Ferienstraße besteht seit 10 Jahren in Sachsen-Anhalt. Sie ist 1000 km lang und umfasst 72 Bauwerke wie Kirchen, Pfalzen, Burgen und Dome.Weblinks






