Resilienz
Lebende Systeme können innere und äußere Gegebenheiten niemals vollständig beherrschen. Sie müssen daher in der Lage sein, Abweichungen (Fehler) auszugleichen. Sie müssen fehlertolerant, fehlerfreundlich, d.h. resilient sein. Ein anschauliches Beispiel für Resilienz ist die Fähigkeit des Stehaufmännchens seine aufrechte Haltung aus jeder beliebigen Lage wieder einzunehmen. Ein eng verwandter Begriff ist der der Homöostase.
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2 Ökosysteme 3 EDV |
Psychologie
In der Psychologie wird mit Resilienz die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust von nahestehenden Menschen, o.ä., ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. Wesentliche Faktoren, die Resilienz begünstigen sind das soziale und wirtschaftliche Umfeld des Betroffenen, seine biologische Vitalität und seine mehr oder weniger aktive Einstellung zu Problemen.
- S.a. Depression
Ökosysteme
Spricht man von der Resilienz von Ökosystemen, so meint man deren Fähigkeit, Eingriffe von außen aufzufangen und in ihrer Vitalität und Zusammensetzung stabil zu bleiben. Gegenbeispiele finden sich als Zivilisationsfolgen zuhauf. So hinterlässt Raubbau an Wäldern meist ökologisch verarmte, oft versteppte, verkarstete Gebiete ohne die Kraft zur Selbstregeneration. Man spricht dann auch vom Raubbausyndrom. Die Resilienz geht meist mit der Unterschreitung einer Mindestvielfalt an Arten verloren.- S.a. Gaia-Hypothese
EDV
Im Internet bedeutet Resilienz die Toleranz gegenüber einzelnen Verbindungsfehlern . Die zu übertragende Information wird in Einheiten zerlegt, vergleichbar mit Postkarten, die selbständig und unvorhersehbar ihren Weg nehmen. Dies wird durch Hardware- und Betriebssystem-unabhängige Übertragungsprotokolle gewährleistet. Resilienz ist neben Globalität und Dezentralität ein Hauptmerkmal des Internets.- S.a.:Internet Protocol






