Rassismus
Unter Rassismus versteht man Anschauungen und Handlungen mit denen eine Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer wahrgenommenen Rasse oder Volkszugehörigkeit vorgenommen wird. Der Begriff wird meist abwertend benutzt, es gibt aber auch Menschen, die Rassismus für legitim halten und sich selbst als Rassisten bezeichnen.
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Allgemein liegt dem modernen Rassismus die Anschauung zugrunde, dass es durch die "Rasse" bedingte Wertunterschiede zwischen Menschen gebe. Der Begriff der "Rasse" wird dabei oft über äußere (biologische) Merkmale, wie z.B. die Hautfarbe, definiert. Wissenschaftlich ist ein biologischer Rassismus nicht mehr haltbar: Die genetischen Unterschiede zwischen Menschen innerhalb einer "Rasse" sind im Schnitt größer als die genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen "Rassen".
Einige Formen von Rassismus sind:
Dort heißt es im Part I Article I (1):
Siehe auch: Mischling, Apartheid, Nürnberger Gesetze, Herrenrasse, Nationalsozialismus, Heidelberger Manifest,
Antisemitismus, SklavereiBegriffsbestimmung
Was ist Rassismus?
Zum Begriff Rasse
UNO-Definition
In der politischen Diskussion gängig und international anerkannt ist z. B. die UNO-Definition laut International Convention on the Elimination of All Forms of Racial Discrimination. Adopted and opened for signature and ratification by General Assembly resolution 2106 (XX) of 21 December 1965 entry into force 4 January 1969, in accordance with Article 19.Geschichte
Rassismus und die Besiedlung Amerikas
Rassistische Tatbestände sind vor allem aus Gesellschaften überliefert, die aus einer Isolation heraustraten und in Kontakt mit anderen Kulturen traten. Als die Spanier Amerika besiedelten beispielsweise gab es heftige Auseinandersetzungen über die Ureinwohner. Vor allem Bartolome de Las Casas, der selbst in den Kolonien lebte, kreidete wiederholt die menschenunwürdige Behandlung der Indios durch die Spanier an. (...dass unsere Spaniere für sie [die Indianer] nicht mehr Beachtung übrig haben als für Tiere.)
Der Streit gipfelte im Disput von Valladolid, bei dem Las Casas und Juan Gines de Sepulveda, der die Ansicht vertrat, die Indios seien den Spaniern unterlegen wie die Affen den Menschen, die Frage nach der Gewaltanwendung gegenüber Indios diskutierten.
Der Disput blieb allerdings ohne politische Auswirkung, da die finanzielle Lage im Königreich für die Finanzierung indio-freundlicherer Maßnahmen zu angespannt war.Rassismus und Imperialismus
Seinen ideellen Höhepunkt fand der Rassismus im Imperialismus des ausgehenden 19. Jahrhundert. Klischee- und Überheblichkeitsvorstellungen seitens europäischer Literaten und Publizisten waren damals an der Tagesordnung, auch wenn Gewalt gegenüber Mitglieder anderer Rassen selten explizit gutgeheißen wurde. Extremer Vertreter des Rassismus und auch des Sozialdarwinismus war Houston Stewart Chamberlain, der die Auffassung vertrat, die germanische Rasse sei zum Retter der Menschheit auserkoren. Damit legte er auch die Fundamente für den aufkeimenden Nationalsozialismus.






