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Prostitution

Unter Prostitution (von lat. prostare, sich anbieten) versteht man, dass Frauen oder Männer für Geld anderen Menschen Sex bieten. Angeblich soll es sich dabei um das älteste Gewerbe der Welt handeln. Weibliche Prostituierte (auch Sexarbeiterinnen genannt) befriedigen meist die Bedürfnisse von männlichen Freiern. Es gibt aber auch männliche Prostituierte (z.B. Strichjungen und Callboys), die die Wünsche von männlichen oder aber kaum je von weiblichen Kunden erfüllen. Weibliche Kunden von Prostituierten sind weitestgehend ein von den Medien geschaffenes Phantom. Männer, die ihre Dienst nur für Frauen anbieten, verschwinden nach kurzer Zeit wegen zu geringer Nachfrage wieder von der Bildfläche.

Table of contents
1 Geschichte der Prostitution
2 Prostitution in Deutschland
3 Prostitution außerhalb Europas
4 Kinderprostitution
5 Ursachen der Prostitution
6 Literatur
7 Weblinks

Geschichte der Prostitution

Schon im Altertum, so in Babylon, existierte die so genannte Tempelprostitution. Gegen Geschenke wurden dort - meist von Frauen - sexuelle Handlungen vollzogen. In der griechischen Antike sind Prostituierte im heutigen Sinne bezeugt, d.h. ohne sakralen Hintergrund.

Im 12. Jahrhundert werden in Europa die ersten Bordelle urkundlich erwähnt, archäologisch sind sie bereits aus dem römischen Altertum bekannt, wo zum überwiegenden Teil Sklavinnen und Sklaven beschäftigt waren.

Prostitution in Deutschland

Neue Zahlen: Die Dienste der ca. 400.000 berufsmäßigen Prostituierten werden täglich von ca. 1,2 Millionen Männern in Anspruch genommen. Der Umsatz liegt heute eher bei über 6 Mrd. Euro.

Prostitution außerhalb Europas

Kinderprostitution

Schätzungen zufolge werden weltweit etwa 3 bis 4 Mio. Kinder kommerziell sexuell ausgebeutet. (siehe
Kinderprostitution)

Ursachen der Prostitution

Die häufigste Ursache ist weiterhin die wirtschaftliche Not. Dies kann auf die allgemeinen finanziellen Lebensumstände zurück zu führen sein (etwa schlechte Wirtschaftslage, niedriges Lohnniveau) oder auch auf persönliche Umstände (häufig: hoher Finanzbedarf durch Drogensucht).

Zu unterscheiden sind ferner die "freiwillige" Prostitution, bei der bewusst und eigenverantwortlich die Entscheidung getroffen wird, seinen Körper zu verkaufen, und die erzwungene Prostitution. In diesem Fall werden vor allem Frauen aus wirtschaftlich schwachen Staaten von Schleppern unter Vorspiegelung legaler Arbeitsmöglichkeiten in reichere Länder gelockt, wo sie durch Abnahme der Reisepapiere in persönliche und finanzielle Abhängigkeit gebracht und so zur Prostitution gezwungen werden.

Literatur

John Preston: HUSTLING, A Gentelmen's Guide to the Fine Art of Homosexual Prostitution, Masqueade Books, New Jork, 1994

Néstor Osvaldo Perlongher: O negócio do michê, prostituição viril am Sao Paulo, 1.a edição 1987, editora brasiliense

Weblinks




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