Positivismusstreit
In den 1960er Jahren wurde vor allem im deutschen Sprachraum der Positivismusstreit ausgetragen. Dieser ist im Bereich der Wissenschaftstheorie anzusiedeln. Auf der einen Seite standen sich die Positivisten wie Karl Popper und auf der anderen die dialektischen Vertreter der Frankfurter Schule, auch unter kritische Theorie bekannt, wie Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas. Der Positivismusstreit ist eng verbunden mit dem Werturteilsstreit.Popper forderte aufgrund empirisch-positivistischer Überzeugung gemäss seiner Theorie des kritischen Rationalismus, dass eine Theorie nur mittels Falsifikation bestätigt werden kann, da nur solche Sätze wissenschaftlich sinnvoll sind, die durch Erfahrung überprüft werden können.
Die Vertreter der dialektischen Position kritisierten die Nichtbeachtung der Werturteile. Kann es überhaupt wertfreie Erfahrungstatsachen geben? Der Streit bietet auch heute noch Stoff für Diskussionen.






