Pontifex Maximus
Pontifex Maximus (lateinisch, meist als "oberster Brückenbauer" übersetzt, möglicherweise aber auch "oberster Pfadbahner"; zur Etymologie siehe Pontifex), war ursprünglich die Bezeichnung für den höchsten geistlichen Würdenträger im römischen Reich und ist seit Papst Leo I (440-461) auch Titel des Papstes der katholischen Kirche.
Der Pontifex Maximus war im römischen Reich der ranghöchste im Kollegium der Pontifices. Seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stellung durch Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex Maximus hatte die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Sein Amtssitz war die Regia auf dem Forum Romanum.
Die letzten Pontifices Maximi zur Zeit der römischen Republik waren Caesar und Lepidus. Nach dem Tod des letzteren 12 v. Chr übernahm Augustus Funktion und Titel, ebenso alle nachfolgenden römischen Kaiser bis Gratian.






