Pomesanien
Pomesanien ist eine altpreußische Landschaft östlich von Nogat und Weichsel (zwischen Elbing und Graudenz) bis zur Drewenz. Es liegt nördlich vom Kulmer Land.Pomesanien ist ebenfalls ein Bistum, welches nicht mit dem alten Gaue identisch ist.
Nachdem der Kaiser und der Papst die Goldenen Bullen von 1228 und 1234 zur Christianisierung/Eroberung des Landes der Pruzzen durch den Deutschen Orden ausgeschrieben hatten, wurde Preußen im Jahre 1243 durch den Legat des Papstes Wilhelm von Modena in vier Bistümer geteilt.
Diese vier Bistümer waren Samland, Ermland, Kulmer Land und Pomesanien.
Pomesanien umfasste etwa die alten Prußengaue Pomesanien, Pogesanien und das Marienburger Werder. Sitz des Bischofs, dessen weltliches Herrschaftsgebiet etwa ein Drittel der Diözese umfasste, war Riesenburg, Sitz des Domkapitels, seit 1285 dem Dt. Orden inkorporiert und etwa ein Drittel des bischöfl. Territoriums beherrschend, war Marienwerder. Mit Einführung der Reformation verzichtete 1525 der letzte kath. Bischof unter Übertritt zum Luthertum auf die weltl. Herrschaft und unterstellte die prußischen Gebiete Pomesaniens dem neu entstandenen Herzogtum Preußen. Die katholisch gebliebenen Teile des Bistums fielen an das Bistum Kulm, 1821 kamen sie an das Bistum Ermland.
Die bekanntesten Leute aus Pomesanien waren Dorothea von Montau und Johannes Marienwerder.






