Platon

Der griechische Philosoph Platon (auch: "Plato") lebte in Athen von ca. 427 v. Chr bis 347 v. Chr. Er war ein Schüler des Sokrates und Lehrer des Aristoteles. In seinen Dialogen verwendet Platon oft Sokrates als literarische Figur. Dies ist die hauptsächliche Quelle für die Philosophie des Sokrates, der selbst keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen hat. Jedoch ist die Grenzlinie zwischen Platos eigener Philosophie und der des Sokrates schwer zu ziehen.
Platon gründete vor den Toren Athens die Akademie, eine nach dem Held Akademos benannte Gelehrtenschule.
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Plato entwickelte die Ideenlehre, nach der neben unserer sichtbaren, sinnlich wahrnehmbaren Welt eine zweite die unsichtbare, aber ungleich seinsmächtigere Geist-Seele des Menschen steht, in welcher die grundlegenden geistigen "Muster" vorhanden sind, nach denen wir die Welt erkennen. Diese "Muster" werden von ihm Ideen genannt. Die Ideen haben nach Plato´s Überzeugung ein geistiges Sein, deren Substanz durch Teilhabe im Sein, dem Grund schlechthin gründet. Erkenntnis ist deshalb nicht Abstraktion wie später Aristoteles behauptet, sondern wir erkennen beim Betrachten der Welt, die von unserer Geist-Seele im Moment der Erkenntnis erinnerten "Ideen" (Anamnesis), in jeweils unterschiedlicher Ausprägungsform dem sinnlichen Eindruck angepasst. Platon ist es so gelungen, eine auf der Aktivität und Struktur des menschlichen Geistes gründende Erkenntnistheorie darzulegen, die nach ihm von Augustinus weiterentwickelt und in dieser Höhe auch vom rationalen Idealismus späterer Jahrhunderte nicht übertroffen worden ist.
Erkenntnis- und Seinslehre (Ontologie) des Platon sind verbunden mit einem Menschenbild (Anthropologie) das allein aus der Liebe, dem Eros zum Guten aus edler Menschlichkeit, der Kalogathia, die lebensnotwendige und erkenntnisstiftende Dynamik erhält.
Philosophie
Werke
Siehe auch: Griechische Philosophie, platonischer Körper, platonische Liebe, platonischer Dialog, Höhlengleichnis, Universalienproblem






