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Pink Floyd

Die Musikgruppe Pink Floyd wurde 1966 von Syd Barrett (voc/git), Roger Waters (voc/bass), Nick Mason (dr) und Richard Wright (voc/keyb) gegründet. Der Name entstand in Anlehung an die Musiker Floyd Council und Pink Anderson.

David Gilmour (voc/git) nahm 1968 die Position von Barrett ein, der mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte. Ursprünglich eine psychedelische Underground-Band, wurde aus Pink Floyd in den 70ern eine Rockband, die Millionen von Platten verkaufte und mit Dark Side of the Moon und The Wall zwei der bekanntesten Alben der Musikgeschichte schuf. Bei den Aufnahmen zu The Wall begannen Querelen zwischen den Bandmitgliedern, vornehmlich Gilmour und Waters, wohin sich die Band entwickeln sollte. Wright verließ daraufhin die Band, blieb ihr aber für die wenigen The Wall-Livekonzerte als "Gastmusiker" erhalten. Waters setzte seine Linie durch, das Album "The Final Cut" aus 1983 stammt fast gänzlich aus seiner Feder und ist seinem Vater Roger Fletcher Waters, der im 2. Weltkrieg fiel, gewidmet.

Die Probleme zwischen Gilmour und Waters führten dazu, dass Waters sich 1984 von der Band trennte, die er daraufhin als aufgelöst erklärte. Eine juristische Auseinandersetzung folgte, wer die Rechte am Bandnamen hat, denn Gilmour, Mason und Wright wollten unter dem Namen Pink Floyd weitermachen.

Nach der juristischen Klärung, die zu Gunsten der drei verbliebenen Bandmitglieder ausgefallen war, nahm Pink Floyd 1987 "A Momentary Lapse Of Reason" und 1994 "The Division Bell" auf. Seit 1994 ist Wright auch wieder Vollmitglied der Band. Eine von VW gesponsorte Tour und ein üppig verpacktes Live-Album (P.U.L.S.E.) setzten 1995 ein gewaltiges Lebenszeichen der Band um David Gilmour.

Seit damals erschien kein neues Material von Pink Floyd mehr. 2000 kam das Doppelalbum "Is there Anybody Out There?: The Wall Live 1980-1981", 2001 eine Best-of DoppelCD heraus. Eine DVD-Version des Konzertes im Amphiteatrum von Pompeii aus 1971 erschien 2003.

In der Beurteilung der verschiedenen Schaffensphasen dieser Band gehen die Meinungen stark auseinander. Eine grobe Periodisierung:

Psychedelische Phase

Pink Floyd sind die wichtigste Band des Psychedelic Rock. Die treibende künstlerische Kraft ist Syd Barrett. Dies drückt sich vor allem in seinem bemerkenswerten Songwriting aus.

Programmatische Phase

Pink Floyd entwickeln den für sie typischen ätherischen Klang, der trotz seines atmosphärischen Reizes aber die Vorbilder der Rock- und Bluesgeschichte nie verleugnet. Mit dem Album Ummagumma erreichen die experimentellen Ambitionen der Band einen Höhepunkt. Das Meisterwerk dieser Phase ist das Album Meddle mit dem 23 Minuten langen Stück "Echoes".

Klassische Phase

Es entstehen Konzeptalben von großer ästhetischer Einheitlichkeit und symphonischem Reiz. Meilenstein ist dabei das Album Dark Side of the Moon.

Intellektuelle Phase

Roger Waters dominiert diese Phase. Text und intellektuelles Konzept erhalten eine deutliche Aufwertung. Kritiker dieser Phase meinen: auf Kosten der Ästhetik. Diese Phase endet mit der vorläufigen Auflösung der Band.

Post Waters Phase

Ohne Roger Waters versucht die Band zur Klassischen Phase zurückzukehren.

Alle Bandmitglieder haben auch Soloalben veröffentlicht, denen unterschiedlicher Erfolg beschieden war.


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