Pietismus
Der Pietismus (von lateinisch pietas Frömmigkeit) ist nach der Reformation die wichtigste Reformbewegung im deutschen Protestantismus.
Der Pietismus betont die subjektive Seite des Glaubens, entwickelte aber auch einen starken missionarischen und sozialen Grundzug. In der pietistischen Praxis haben Hauskreise mit gemeinsamem Bibelstudium und Gebet oft grösseren Stellenwert als Gottesdienste.
Der Pietismus des Barock im 17. Jahrhundert und 18. Jahrhundert war eine Reaktion auf die erstarrte orthodoxe Lutheranische Kirche.
Im 19. Jahrhundert kam es zu Erweckungsbewegungen im Siegerland, in Wuppertal, in Minden, im Ravensberger Land, und in Pommern, die als Neupietismus bezeichnet werden.
Heute grenzen sich manche Kirchen und Gruppen in pietistischer Tradition oft speziell von Charismatischen Kirchen und Gruppen ab.
Die heutigen Pietisten werden zu den Evangelikalen gerechnet.
Freikirchen und Gruppen in pietistischer Tradition:
- Herrnhuter Brüdergemeine
- Gnadauer Gemeinschaftsverband
- Evangelische Gemeinschaftsbewegung
- Chrischona






