Philipp I. (Kastilien)
Philipp I. von Kastilien, genannt der Schöne (* 22. Juni 1478 in Brügge; † 25. September 1506 in Burgos) war der erste spanische Habsburger-König.
Er ist der älteste Sohn von Kaiser Maximilian I und Maria von Burgund, die an ihn den Länderkomplex des Hauses Burgund vererbte. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er daher in Brüssel. Seine Hochzeit am 21. August 1496 in Lille mit der Infantin Johanna 1496 ging parallel mit der Hochzeit seiner Schwester Margarete mit dem spanischen Thronfolger Juan, Sohn der katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón. Diese Hochzeit war - anders als die burgundische Heirat Maximilians - nicht von vornherein der Thronfolge wegen geschlossen worden, doch der plötzliche Tod Juans kurze Zeit später machte Philipp zum Thronerben von Kastilien.
Der Erbfall trat 1504, beim Tod Isabellas ein, Philipp starb jedoch schon 1506 eines plötzlichen Todes. Er hinterließ zwei kleine Söhne, Karl (* 24. Februar 1500 - † 21. September 1558) und Ferdinand (* 10. März 1503 - † 25. Juli 1564), die unter der Vormundschaft Ferdinands von Aragón standen. Mit diesen beiden Söhnen teilte sich das Haus Habsburg in zwei Zweige: Karl wurde zum Begründer der spanischen Linie und Ferdinand wurde zum Begründer der österreichischen Linie.
Zudem war er der Vater von vier Töchtern:
- Eleonore (* 15. November 1498 - † 18. Februar 1558)
- Isabella (* 18. Juli 1501 - † 19. Januar 1526)
- Maria (* 17. September 1505 - † 18. Oktober 1558)
- Katharina (* 14. Januar 1507 - † 12. Februar 1578)
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