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PET 2001

Der Commodore PET 2001 war der erste PC bzw. Heimcomputer der Firma Commodore, die auch als CBM (Commodore Business Machines, in Anspielung auf IBM) firmierte. PET steht für Personal Electronic Transactor.

Commodore PET 2001

Der PET 2001 wurde vor allem von Chuck Peddle entwickelt und Anfang 1977 auf der Consumer Electronics Show vorgestellt. Er war der erste Computer, der im deutschen Versandhandel (u.a. Quelle) erhältlich war. Der Preis betrug 2999,-- DM, später 2499,-- DM.

Technische Daten:

Software

Programme für den PET 2001 konnten in Basic oder Maschinensprache (aus Basic heraus mit den Befehlen PEEK und POKE) geschrieben werden. Der Bildschirm konnte sowohl als Ausgabegerät als auch als Eingabegerät angesprochen werden.

Damit war es möglich, Zeichen vom Bildschirm zu lesen. Eine Grafikprogrammierung war eingeschränkt als Blockgrafik möglich. Dafür konnte ein alternativer Zeichensatz aktiviert werden, der Spielkartensymbole sowie einen Satz von Quadraten (1-4 schwarze Quadrate) enthielt, mit denen eine Grafikauflösung von 80*48 simuliert werden konnte.

Fertige Software gab es kaum, man behalf sich durch Selbstprogrammierung und insbesondere Abtippen von der Funkschau, deren Computer-Rubrik die einzige Zeitschriftenquelle darstellte.

Die Programmierung war durch den eingebauten Basic-Editor deutlich komfortabler als bei vielen Bürocomputern der damaligen Zeit. Bei umfangreicheren Vorhaben stieß man allerdings rasch an die Grenzen. Nach dem Einschalten meldete ein Standard-PET 2001: "7192 Bytes free". Damit musste man für Programm und Daten auskommen. Nicht selten wurden zwei Versionen eines Programmes hergestellt: eine normal dokumentierte Version (je Befehl eine Zeile, REM-Statements zur Kommentierung) und eine lauffähige Version, in der durch mehrere Befehle pro Zeile sowie Verzicht auf alle Kommentare Bytes gespart wurden, wo es nur ging.

Das Basic umfasste 8 kB des 14 kB großen ROMs und stammte von Microsoft. Bereits die erste Version war nicht fehlerfrei: So führte die syntaktisch korrekte Zeile

20 IF F OR I = 8 GOTO 80 
zu einem Syntax-Error, da sie als IF FOR I=8 GOTO 80 interpretiert wurde.

Die Arbeitsgeschwindigkeit war aus heutiger Sicht langsam, ebenso das Laden von Programmen. In einem Punkt schlägt ein PET 2001 aber jeden heutigen Computer: Bereits ca. 1-2 Sekunden nach dem Einschalten (Aktivierungszeit des Monitors) war der PET 2001 betriebsbereit und konnte die ersten Befehle annehmen.

Nachfolgemodelle

Aufgrund der guten Verkäufe in den USA und Kanada wurde die PET-Serie auch in Europa eingeführt. Allerdings kam es dort zu einem Konflikt mit Philips, da diese Firma sich bereits die Rechte am Namen "PET" (Programm-Entwicklungs-Terminal)gesichert hatte. So wurden die Modelle in "CBM" umbenannt.

Nachfolger des PET 2001 war der CBM 3001. Mit Blick auf Büroanwendungen entwickelte Commodore den PET 2002 zur Büroserie CBM 4016/4032 und 8016/8032 weiter, an die bereits ein Diskettenlaufwerk (5 1/4 Zoll, auch 8 Zoll) angeschlossen werden konnte und die über eine professionelle Schreibmaschinentastatur verfügten.

Mit Blick auf den Heimcomputermarkt, insbesondere die Gamefähigkeit, wurden später der VC20 und der C64 entwickelt, die beide auch auf der Architektur des PET 2001 basierten.




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