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Paul A. M. Dirac

Paul Adrien Maurice Dirac (* 8. August 1902 in Bristol; † 20. Oktober 1984 in Tallahassee) war ein britischer Physiker und Mitbegründer des Gebiets der Quantenphysik.

Table of contents
1 Biographie
2 Ansichten
3 Siehe auch
4 Weblinks

Biographie

Dirac wurde in Bristol, Gloucestershire, in England geboren. 1926 entwickelte er eine Fassung der Quantenmechanik, die die Matrizenmechanik Heisenbergs und die Wellenmechanik Schrödingers als Spezialfälle enthielt. Die klassische Mechanik ergibt sich daraus als Spezialfall der Quantenmechanik.

1928 stellte er auf Grundlage der Arbeit von Pauli über das Ausschließungsprinzip die nach ihm benannte Dirac-Gleichung auf, bei der es sich um eine relativistische, also auf der speziellen Relativitätstheorie beruhende Wellengleichung zur Beschreibung des Elektrons handelt. Sie lieferte eine theoretische Erklärung für den anomalen Zeemaneffekt und die die Feinstruktur der Wasserstofflinien und Röntgenspektren. Sie erlaubte es Dirac, seine Löchertheorie zu formulieren und die Existenz des Positrons, des Antiteilchens des Elektrons vorherzusagen. Das Positron wurde darauf 1932 von Anderson in kosmischer Strahlung nachgewiesen. Dirac erklärte die Herkunft des Quantenspins (Eigendrehimpuls) als relativistisches Phänomen.

Seine 1930 veröffentlichte Arbeit The Principles of Quantum Mechanics (deutsch Die Prinzipien der Quantenmechanik, 1930) war wegbereitend für den Gebrauch von Linearoperatoren als Verallgemeinerung der Theorien von Heisenberg und Schrödinger. Mit ihr wurde auch das Deltafunktional sowie die Bra-Ket-Notation eingeführt, in der |ψ> einen Zustandsvektor im Hilbertraum eines Systems bezeichnet und <ψ| den zu ihm dualen Vektor.

Im Jahr 1933 erhielt Dirac zusammen mit Schrödinger den Nobelpreis für Physik »für die Entdeckung einer neuen, nützlichen Form der Atomtheorie«. Er war von 1932 bis 1969 Professor des Lucas-Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge. Der Dirac-Preis wird ihm zu Ehren verliehen.

Ansichten

Dirac war überzeugter Atheist. Auf die Frage nach seiner Meinung zu Diracs Ansichten bemerkte Pauli, »Wenn ich Dirac richtig verstehe, meint er Folgendes: Es gibt keinen Gott und Dirac ist sein Prophet.«

Siehe auch

Weblinks




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