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Organische Chemie

Organische Chemie (auch kurz: Organik) ist die Lehre von Aufbau und Verhalten der Stoffe, die das Element Kohlenstoff enthalten.

Table of contents
1 Der Begriff 'Organische Chemie' - Entwicklung und Bedeutung
2 Bedeutung der organischen Chemie
3 Stoffgruppen der organischen Chemie
4 Reaktionen
5 Weblinks

Der Begriff 'Organische Chemie' - Entwicklung und Bedeutung

Bereits im 18. Jahrhundert war eine beträchtliche Zahl von Organischen Substanzen als Reinstoff isoliert worden. Beispiele sind der Harnstoff (1773, Rouelle) und viele Säuren, wie die aus Ameisen erhaltene Ameisensäure (1749, Marggraf), die Äpfelsäure aus Äpfeln, und die aus dem Weinstein gewonnene Weinsäure (1769, Scheele). Ursprünglich bezeichnete man mit Organischer Substanz tatsächlich nur solche Stoffe, die man aus Pflanzen- oder Tiergewebe o.ä. gewonnen hatte und die nicht in der unbelebten Natur vorkommen. Es gelang zunächst nicht, diese im Labor herzustellen, so dass die Meinung entstand, solche Stoffe könnten nur von Lebewesen (Organismen) hergestellt werden, da zu ihrer Entstehung eine besondere 'Lebenskraft' (vis vitalis) notwendig sei. Durch die synthetische Herstellung von Harnstoff aus anorganischen Ausgangssubstanzen im Jahr 1828 durch Friedrich Wöhler konnte diese Annahme widerlegt werden. Mit zunehmendem Geschick der Chemiker - etwa bei der Analyse und Synthese der Zucker durch Fischer - gelang es, eine immer größere Zahl von "organischen" Substanzen durch Totalsynthese aus anorganischen Grundsubstanzen herzustellen. Zudem wurden dabei aus den Natursubstanzen auch Abkömmlinge (Derivate) hergestellt, die in der Natur nicht vorkommen (wie etwa die Hydrazone und Phenylhydrazone der Kohlenhydrate). Diese wurden dann ebenfalls der organischen Chemie zugerechnet, und so kommt es, dass heute auch die Kunststoffe und andere Substanzen, die in der Natur gar nicht vorkommen, zur Organischen Chemie gehören. Die im Lebewesen ablaufenden Stoffwechselvorgänge werden nun in der Biochemie behandelt, und man definiert organische Substanzen als Verbindungen, die das Element Kohlenstoff enthalten.

Einige wenige, relativ einfache Kohlenstoffverbindungen werden gewöhnlich nicht zu den organische Substanzen gerechnet. Dazu gehören Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Kohlensäure, Carbonate und die Karbide. Die verschiedenen Formen (Modifikationen) des reinen Kohlenstoffs wie Graphit, Diamant und die Fullerene sind Erscheinungsformen des Elements und zählen daher nicht zur Organischen Chemie.

Durch die Fähigkeit des Kohlenstoffs, verzweigte Ketten und Ringstrukturen zu bilden, gibt es viel mehr organische als anorganische Verbindungen. Zur Zeit sind 10-15 Millionen organische Verbindungen bekannt, dagegen nur etwa eine halbe Million anorganischer. Dass die historische Einteilung der Chemie in organisch/anorganisch z.B. im Lehrplan von Schulen und Universitäten immer noch beibehalten wird, obwohl sie in Fachbereichen wie der Metallorganischen Chemie eigentlich obsolet ist, hat verschiedene Gründe: So sind die organischen Substanzen sehr stark durch das jeweilige Molekül bestimmt (auch im Falle von Salzen wie dem Acetat ist die Chemie deutlich durch die Moleküleigenschaften bestimmt), während in der anorganischen Chemie oft die Eigenschaften von Festkörpern und/oder Ionen zu Tragen kommen. Dadurch unterscheiden sich auch die Synthesestratigien oft: Organische Moleküle werden oft Stück für Stück aufgebaut.

Bedeutung der organischen Chemie

Die wichtigsten Moleküle des Lebens, darunter Aminosäuren, Proteine, Kohlehydrate und die DNA, sind organisch, und so ist ein Großteil der Biochemie nichts anderes als organische Chemie. Daraus ergibt sich auch eine große Bedeutung für die Biologie und für die Medizin, etwa bei der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln, sowie für die Lebensmittelchemie.

Technisch wichtige Bereiche der organischen Chemie sind die Petrochemie, die Kunststoffe, viele Klebstoffe, Farben und Lacke.

Stoffgruppen der organischen Chemie

Alkan - Alken - Alkin

Reaktionen

zh-tw:有機化學

Weblinks




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