Offsetdruck
![]() Bogenoffset Druckmaschine Speedmaster 102 CD der Firma Heidelberg Bild vergrößern |
Der Offsetdruck wird heutzutage im Buchdruck, Akzidenzdruck und Zeitungsdruck eingesetzt. Der Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren. Er entstand aus dem Steindruck und ist ein chemisches Druckverfahren.
Die druckenden Stellen auf der Druckplatte sind hydrophob (wasserabstoßend), aber lipophil (fettfreundlich). Die Druckfarbe ist fetthaltig und wird nur von den lipophilen Stellen angenommen. Die nichtdruckenden Stellen nehmen Wasser an und stoßen daher die Farbe ab. Das Druckbild wird erst an einen Gummizylinder abgegeben und von diesem auf das Papier. Man bezeichnet es daher auch als ein indirektes Druckverfahren.
Meist wird das CMYK-Farbmodell (Cyan, Magenta, Yellow (Gelb), Key (Black=Schwarz)) eingesetzt, wobei für jede Farbe eine Druckplatte benötigt wird. Die (verschieden starke) Überdeckung der Farben ergibt durch Mischung alle anderen Farben.
Die Druckplatte wird hergestellt, indem die Filme auf eine lichtempfindliche Schicht belichtet werden. Die lipophile Filmschicht wird durch auftreffendes UV-Licht zerstört. Anschließend werden die Reste im Entwickler- und anschließenden Fixierbad weggespült. Die stehengebliebenen Stellen der Filmschicht bleiben auf der Druckplatte und können dann die Druckfarbe annehmen.
Mehr und mehr setzt sich die direkte Belichtung (Direct Imaging) der Druckplatte durch, auch CTP (Computer to Plate) genannt. Mit einen Laser (thermisch oder optisch) wird die Druckplatte Zeile für Zeile belichtet und später entwickelt. Bei diesem Verfahren werden keine Filme mehr benötigt.
Eine Sonderform des Offsetdrucks stellt die UV-Technologie dar. Bei diesem Verfahren werden Druckmaschinem mit integrierter Lackstation und UV-Trocknung eingesetzt. In diesem Verfahren ist es möglich in der hohen Offsetdruckqualität auch Drucke auf Polyester, PVC, PET, Polycarbonat, Metallicfolie, Vinyl und andere geschlossene Oberflächen vorzunehmen.







