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Nahrungsmittelallergie

Die Nahrungsmittelallergie (Lebensmittelallergie) ist gekennzeichnet durch eine spezifische Überempfindlichkeit (Allergie) gegen körperfremde Stoffe, die in der Nahrung enthalten sind und mit ihr aufgenommen werden. Der wiederholte Verzehr bestimmter Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe führt zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion als grundlegendem immunologischem Mechanismus der Allergie.

Davon zu unterscheiden ist die Nahrungsmittelintoleranz (Lebensmittelintoleranz) oder Pseudoallergie. Sie gleicht zwar häufig in ihrem klinischen Bild echten Lebensmittelallergien, jedoch werden dabei vom Körper keine Antikörper gegen Antigen gebildet. Intoleranzen gegen Nahrungsmittel sind also nicht immunologischen Ursprungs und haben andere Ursachen. Sie bedürfen nicht des wiederholten Kontaktes mit bestimmten Stoffen sonder können bereits nach dem ersten Kontakt auftreten.

Ende 1996 schätzte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. den Anteil der Nahrungsmittelallergiker in der Bevölkerung Deutschlands auf 5% bis 10% und die an einer Nahrungsmittelintoleranz leidenden auf 1% bis 2%.

Nahrungsmittelallergien äußern sich häufug durch Irritationen der Haut: Juckreiz, Ekzem, Nesselsucht, Symptome im Magen-Darm-Bereich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, oder Reaktionen der Atemwege: Schnupfen, Asthma bronchiale.

Intoleranzreaktionen werden am häufigsten auf der Haut beobachtet und scheinen seltener verantwortlich zu sein für asthmatische oder gastrointestinale Symptome.

Grundsätzlich kann jedes Lebensmittel - dessen Inhaltssoffe - allergen wirken, jedoch sind die allergischen Potentiale unterschiedlich. Zu den Lebensmitteln, die Allergene für reaktionen vom sog. Soforttyp enthalten, zählen u. a. Apfel, Sellerie, Vollmilch, Hühnerei, Fisch, Nüsse, Getreide, Kräuter und Soja.

Pseudoallergene Auslöser können natürliche Inhaltsstoffe sein wie etwa biogene Amine (Histamin in Erdbeeren, in Schalen- und Krustentieren; Serotonin in Bananen und Nüssen; Tyramin in reifem Käse und Schokolade aber auch Salicylate in Äpfeln oder Aprikosen sein. Auch Lebensmittelzusatzstoffe können Intoleranzen uaslösen. In diese Klasse gehören Stoffe wie die Konservierungsstoffe (z. B. Benzoesäure), Farbstoffe (z. B. Tartrazin, Emulgatoren (z. B. Lecithin, Säuerungsmittel (z. B. Zitronensäure oder Sulfite und Geschmacks- bzw. Aromastoffe (z. B. Glutamat).

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