Nagarjuna
Der im 2. Jh in Südindien als Sohn eines Brahmanen geborene Nâgârjuna (Aussprache: Nag' árdschuna) entging einer Verurteilung, indem er einem buddhistischen Mönchsorden beitrat und gilt als Begründer der Shûnyavâda-Schule innerhalb des Mahayana-Buddhismus (fälschlicherweise wird ihm oft die Begründung des Mahyana-Buddhismus selbst zugeschrieben).
In seiner Lehre, der "Lehre von der Leere" (Shûnyavâda) [vgl. Madhyamaka ]entwickelte er eine radikale Dialektik, nach der alle Begriffe relativ sind. Jedes Ding existiert nur in Relation zu seinem Gegenteil. Dieses dualistische wendet er auch auf das Sein an, das nur aufgrund der gleichzeitigen Annahme des Nicht-Seins denkbar ist.
Da die Buddhistische Lehre das Sein als Leiden negiert, folgert Nagârjuna, das auch das Nicht-Sein und in einer weiteren Stufe das Weder-Sein-noch-nicht-Sein negiert wird und es bleibt nur noch Leere übrig.
Da Nagârjuna mit seiner Philosophie selbst den Buddhistischen Erlösungsgedanken des Buddha negiert, kann er als radikalster Buddhistischer Denker aber auch als Nihilist bezeichnet werden. Allerdings ist seine Lehre nicht für sich allein stehend zu betrachten, sondern relativ zu den Systemen seiner Zeit, gegen die er sich wendet.
Seine Hauptwerke sind:
- Mādhyamaka-kārikā
- Dvādśa-nikāya-śāstra
- Śūnyatā-saptati
- Vigraha-vyāvartani
- Yukti-şaşţhikā-kārika
- Mahāyāna-bhava-samprānti
- Mahāyāna-gātha-vimśaka
- Ārya-ratnāvali
Literatur
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