Musikkassette
Dieser Artikel scheint inhaltlich dem Artikel Audio-Kassette zu gleichen. Scheuen Sie sich nicht, die beiden Artikel inhaltlich an der aus Ihrer Sicht geeigneteren Stelle zusammenzubringen. Kommentieren Sie dann bitte auf der Seite Wikipedia:Artikel zum selben Thema den Doppeleintrag als erledigt! -- Stern 18:44, 24. Jan 2004 (CET)Die Musikkassette (eigentlich Compact Cassette, Abk.: CC; auch MusiCassette, Abk.: MC) oder einfach Kassette wurde am 28. August 1963 von Philips vorgestellt. Sie besteht aus einem Magnetband in einem Kunststoffgehäuse, auf dem vier Tonspuren gespeichert werden können. Damit können zwei Stereo-Spuren, je eine auf jeder Seite der Kassette, gespeichert werden. Das Band ist 3,175 mm breit und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 47,625 mm/s. Die ersten kommerziellen Kassetten wurden 1965 verkauft. Die Bandlänge wird in Gesamtminuten Spielzeit berechnet, die am meisten verbreiteten Formate sind C60 (30 min Spielzeit pro Seite), C90 (45 min/Seite) und C120 (60 min/Seite, aus Platzmangel im Gehäuse müssen diese Bänder dünner und damit reißempfindlicher als die Bänder der kürzeren Typen sein).
Die Kassette war ursprünglich nur als Diktierband gedacht, wurde aber sehr schnell ein Medium, um Musik zu speichern, überspielen oder weiterzugeben. Das ursprüngliche Material, das verwendet wurde, war Ferrit (Fe2O3). Es wurde über die Jahre durch Chromdioxid (CrO2) ersetzt, und dieses teilweise später durch elementar metallische Partikel ("Metal"). Tonband-Freaks stellten die Behauptung auf, dass die Musik auf Ferritbändern "wärmer" klänge; die meisten Benutzer teilen diese Ansicht aber nicht unbedingt.
Ab den 70er Jahren wurde die Kassette (bei der Firma Commodore auch Datasette genannt) auch zur Speicherung von Computerdaten benutzt, z.B. für den Commodore PET und den TRS-80.
Das Problem des Rauschens der Bänder suchte man durch Rauschunterdrückungsverfahren zu beheben. Das bekannteste Verfahren ist das Dolby-Verfahren.
Die Weiterentwicklung der Kassette wurde mit der Einführung des Digital Audio Tapes (DAT), der MiniDisc (MD) und der Compact Disc (CD) gestoppt. Diese neuen digitalen Medien ermöglichen die verlustfreie Kopie von Musik oder Daten. Vor allem aber entfiel das lästige Warten beim Vor- und Zurückspielen.
Die Kassette ist aber keineswegs tot -- in den meisten Ländern Lateinamerikas, Afrikas, und West- und Südasiens erscheint auch heute (2004) noch der Großteil aller Musik auf Kassette, da Kassettenrekorder im Vergleich zu CD-Playern einfacher, billiger, und vor allem ohne patentierte (und nur in Industrieländern produzierte) Spezialelektronik gebaut und repariert werden können, und da sie in großer Zahl auch bei weniger reichen Menschen bereits vorhanden sind.
Siehe auch: Kassettenrekorder, Rekorder






